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Motorräder
PS-Geplauder mit einigen sozialen Aspekten

Kirkel. Zum mittlerweile 5. Gespanntreffen der Motorradfreunde Kirkel kamen Gespannfahrer aus ganz Deutschland in die Saarpfalz. Von ha

27 Gespanne und ihre Fahrer sowie Beifahrer kamen am vergangenen Wochenende zum „5. Gespannfreffen“ der Motorradfreunde Kirkel auf dem Caravanplatz nach Kirkel. Martin Jacob, Organisator dieser Veranstaltung, zeigte sich mit der Zahl der Gespanne nicht ganz so zufrieden: „Leider war das Wetter nicht ganz so toll. Das hat doch einige Gespannfahrer von der Anreise nach Kirkel abgehalten.“ Denjenigen Motorrad-Gespannfreunde, die vom Freitag bis Sonntag in der Burggemeinde zu Gast waren, hat es gefallen.

Nicht wenige Gespannfahrer waren schon mehrfach in Kirkel bei diesem Treffen dabei. So Holger Hoppart aus Leimen. Er war mit seinem Motorradgespann T80 mit einem 1000 Kubikzentimeter-Motor, Baujahr 1982, in Kirkel zum dritten Mal dabei.

„Gespanne gibt es nicht zu kaufen. An ein Motorrad wird der Beiwagen entsprechend angebaut.“ Holger Hoppart ist gemeinsam mit seiner Frau Christiane unterwegs. Auch sie ist begeisterte Gespannfahrerin. „Wir wechseln uns beim Fahren immer ab. Einmal fahre ich, einmal fährt meine Frau“, berichtet Holger Hoppart, der seit über 25 Jahren mit dem Motorrad und seinem Gespann unterwegs ist. Er freut sich jedes Jahr über die freundschaftliche Atmosphäre bei den Treffen der Gespannfahrer auch in Kirkel. Daher komme er gerne ins Saarland. Dies kann auch Fred Finkel bestätigen. Mit 77 Jahren war er beim fünften Treffen der Motorradfreunde Kirkel nicht nur der älterste Gespannfahrer, sondern auch der am weitesten angereiste Fahrer. Finkel kam mit einer 155 PS starken „Zeus“ aus Ingolstadt. „130 Kilometer pro Stunde ist mein Gespann schnell“, erklärt er stolz. Seit 1958 ist er Fahrer eines Gespanns. Zudem ist er selbst Gastgeber und Organisator von Gespannfahrer-Teffen im Bayrischen Wald und im Altmühltal. Eine weite Anreise hatte auch Peter Odenthal aus Bonn auf sich genommen. „Mir gefällt es in Kirkel bei diesem Treff immer sehr gut“, so der 67-Jährige, der mit einer BMW-R 1100 RT Maschine anfuhr.



 Übernachtet wurde auf dem Caravanplatz in Kirkel in Zelten und Caravans. Nicht nur ein Treff über die drei Tage war angesagt, sondern am Samstagnachmittag auch eine Sternfahrt. Über 70 Kilometer führte die Tour von Kirkel in den Saarpfalzkreis durch das Bliestal und wieder zurück nach Kirkel.

Martin Conrad betont: „Unsere Treffen nützen wir auch, um etwas Gutes im sozialen Bereich zu tun.“ Der Verkauf von Essen und Getränken innerhalb der drei Tagen und Spenden fließen der „Elterninitiative krebskranker Kinder Saarland“ zu. Bei den bisherigen vier Treffen der Gespannfahrer kamen 8000 Euro zusammen.

 Holger Hoppart, Fred Finkel und Peter Odenthal (von links) kommen immer wieder gerne zum Gespannfahrertreffen nach Kirkel.
Holger Hoppart, Fred Finkel und Peter Odenthal (von links) kommen immer wieder gerne zum Gespannfahrertreffen nach Kirkel. FOTO: Markus Hagen