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Der „Reutlinger General-Anzeiger“ schreibt zur Debatte zwischen Union und SPD um die Arzthonorare:

Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ schreibt zum Auftritt von US-Präsident Donald Trump in Davos:

Die Rede von US-Präsident Donald Trump war geschickt gesetzter Schlusspunkt einer Veranstaltung, deren vorrangiger Zweck das Schulterklopfen und Netzwerken ist. Trump ließ das ganz ungeniert durchblicken. Er habe in Davos mit 15 Konzernchefs zu Abend gegessen; nun habe er 15 neue Freunde. In seiner ihm eigenen Selbstgewissheit verkündete Trump, dass die Wirtschaft dank seiner deregulierenden Hand boome.Nach einjähriger Amtszeit und einer „historischen“ Steuerreform, wie die Wirtschaft lobt, wird das „Enfant terrible“ gesellschaftsfähig. Um welchen Preis, wird sich in ein paar Jahren zeigen.



Die „Badische Zeitung“ (Freiburg) stellt fest:

Siemens-Chef Joe Kaeser beglückwünschte Trump zu dessen Steuerreform und kündigte an, eine neue Generation von Turbinen in den USA entwickeln zu lassen – derselbe Kaeser, der Jobs in der Turbinenfertigung in Berlin und Görlitz streicht. Konzerne gehen dorthin, wo die Gewinne sprudeln, und sie brauchen ein produktives Verhältnis zu den Regierungen auf wichtigen Absatzmärkten. Deshalb hat der US-Präsident, so umstritten er auch sein mag, gute Chancen, viele seiner Pläne zu realisieren – weil zahlreiche Konzerne ihn unterstützen.

Die „Leipziger Volkszeitung“ empfieht Donald Trump:

Wenn Trump klug ist, hört er den Beratern zu, die ihn über die Folgen von weltweit steigenden Zöllen aufklären. Darunter würden auch die USA leiden. Jene Unternehmen nämlich, mit deren Erfolgen Trump sich so gern brüstet. Offener Handel, die Verknüpfung von Ländern durch ihre Unternehmen, ist seit dem Zweiten Weltkrieg ein Friedensgarant der westlichen Welt. Abhängigkeit schafft Kooperation.

Die Koblenzer „Rhein Zeitung“ kritisiert das Verhalten der SPD:

Die SPD beschäftigt sich viel zu viel mit ihren 440 000 Mitgliedern und zu wenig mit den Menschen, die sie gewählt haben, ohne Parteigänger zu sein. Deshalb wenden sich immer mehr Menschen von ihr ab. Mehr noch: Die Verantwortung einer demokratischen Partei geht über ihre Anhängerschaft hinaus. In Teilen der SPD herrscht aber eine Stimmung, als gehe es nicht um Deutschlands Zukunft, sondern um ein Pokerspiel, das Merkels Macht brechen soll. Doch diese Taktik ist destruktiv. Sie droht die SPD in eine Existenzkrise zu stürzen. Was passiert, wenn die SPD-Basis Nein zur Großen Koalition sagen sollte? Die SPD hätte bei Neuwahlen den höchsten Preis zu bezahlen – einen weiteren Absturz auf unter 20 Prozent.