| 22:43 Uhr

Herxheim am Berg
Presbyterium: Hitler-Glocke bleibt weiter stumm

Herxheim am Berg. Die „Hitler-Glocke“ von Herxheim am Berg bleibt stumm. Das Presbyterium der protestantischen Kirchengemeinde im Ort, das beim Thema Läuten das Sagen hat, teilte mit, es halte an seinem Beschluss vom 7. September 2017 fest, die Glocke im Turm der evangelischen Jakobskirche bis auf Weiteres nicht in Betrieb zu nehmen. Das Gremium wies darauf hin, dass die Evangelische Kirche der Pfalz derzeit klären lässt, wem der Turm der alten Kirche gehört. „Das Presbyterium kann vorher keine Entscheidungen treffen“, hieß es in der Mitteilung. Die mit einem Hakenkreuz und der Aufschrift „Alles fuer‘s Vaterland Adolf Hitler“ versehene Glocke sorgt seit fast einem Jahr für Diskussionen. Eine pensionierte Lehrerin hatte damals kritisiert, dass der Klangkörper ohne öffentlichen Hinweis auf seine Geschichte nach wie vor verwendet wird. Pikant: Die Glocke hängt zwar seit 1934 im Kirchturm, gehört aber der politischen Gemeinde.

Die „Hitler-Glocke“ von Herxheim am Berg bleibt stumm. Das Presbyterium der protestantischen Kirchengemeinde im Ort, das beim Thema Läuten das Sagen hat, teilte mit, es halte an seinem Beschluss vom 7. September 2017 fest, die Glocke im Turm der evangelischen Jakobskirche bis auf Weiteres nicht in Betrieb zu nehmen. Das Gremium wies darauf hin, dass die Evangelische Kirche der Pfalz derzeit klären lässt, wem der Turm der alten Kirche gehört. „Das Presbyterium kann vorher keine Entscheidungen treffen“, hieß es in der Mitteilung. Die mit einem Hakenkreuz und der Aufschrift „Alles fuer‘s Vaterland Adolf Hitler“ versehene Glocke sorgt seit fast einem Jahr für Diskussionen. Eine pensionierte Lehrerin hatte damals kritisiert, dass der Klangkörper ohne öffentlichen Hinweis auf seine Geschichte nach wie vor verwendet wird. Pikant: Die Glocke hängt zwar seit 1934 im Kirchturm, gehört aber der politischen Gemeinde.

Diese will sich nicht davon trennen: Erst am Montag stimmte der Gemeinderat mehrheitlich dafür, dass die Glocke im Turm bleibt und wieder ertönt – als „Mahnmal gegen Gewalt und Unrecht“.

(dpa)