| 22:54 Uhr

Frankenthal
Polizei-Mitteilung als Büttenrede verfasst

Frankenthal. In einer Büttenrede hat die Polizei im pfälzischen Frankenthal ihr Einsatzkonzept für den Fastnachtsumzug am Samstag vorgestellt. In gut 60 launigen Zeilen geben die Beamten Tipps, was zu tun und zu lassen sei und mahnen, sich an die Regeln zu halten. „In der Palz gehört, wie kanns annerschd soi, zum feiere nadierlich auch Bier, Schnaps, Worscht und Woi. Doch bitten wir Euch, damit das Fest ein schönes bleibt, dass ihr es mit dem Alkohol nicht übertreibt“, heißt es in dem gestern verbreiteten Text mit der Anrede „Helau, Alaaf ihr Narren all, zur Fassenacht in Frankenthal“. Darin kündigen die Ordnungshüter auch den Einsatz von Zivilbeamten an: „Zu Eurem Schutz sind wir nicht nur in Uniform präsent, es kann auch sein, dass der ein oder andere von uns in zivil rumrennt. Denn gerade ein Langfinger schreitet nur dann zur Tat, wenn er keine Uniform im Blickfeld hat.“ Auch auf die Kameraüberwachung ist ein Thema: „Nicht nur Menschen setzen wir für Eure Sicherheit ein, auch Kameras sollen wieder mit im Einsatz sein.“

„Das haben wir selbst geschrieben“, sagte Alexander Koch von der Polizeiinspektion Frankenthal auf Anfrage. Der Dienststellenleiter, der in der Nähe Ortsbürgermeister sei, sei in der Fastnacht sehr aktiv, zudem habe man in der Pfalz ohnehin „so ein bisschen eine Affinität dazu“. Die Beamten ließen aber keinen Zweifel daran, dass sie notfalls durchgreifen werden: „Wer stänkert oder Krach machen will, dem sei gesagt, bei uns wird nicht lang herum gemacht. Wenn wir sagen, dass jemand bitte soll gehen, dann muss er das auch tun, dass müsst ihr verstehen. Denn schließlich kann es niemand toleriere, dass ein falscher Jecke annre will die Stimmung ruiniere.“

(dpa)