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Pirmasens
Pirmasens hält Zuzugssperre für einige Flüchtlinge für wirksam

Pirmasens. Vier Monate nach Inkrafttreten einer Zuzugssperre für anerkannte Asylbewerber und subsidiär geschützte Flüchtlinge hat Pirmasens die Maßnahme als wirksam gelobt. Seit Ende März sei kein Flüchtling, der Sozialleistungen beziehe, in die Stadt gezogen, sagte gestern ein Sprecher der westpfälzischen Kommune.

Zuvor seien dies monatlich etwa 80 Menschen gewesen. „Wir waren an der Grenze der Belastbarkeit. Jetzt haben wir eine Atempause, in der wir zielgerichtet Integration betreiben können“, sagte der Sprecher. Die Zuzugssperre ist zunächst auf ein Jahr begrenzt.

In der kreisfreien Stadt Pirmasens am Westrand des Pfälzerwaldes mit rund 42 000 Einwohnern leben rund 1300 Asylsuchende – meist aus Syrien, Somalia und Afghanistan. Der verfügbare Wohnraum in der Stadt sei einer der Gründe für den Zuzug gewesen, meinte der Pirmasenser Stadtsprecher. „Nun können sich haupt- und ehrenamtliche Helfer stärker den Menschen widmen, die bereits da sind. Allein 240 Flüchtlinge warten zum Beispiel auf Sprachkurse.“

Die Regelung, wonach Flüchtlinge ohne Ausbildungs- oder Arbeitsplatz nach Abschluss ihres Asylverfahrens nicht nach Pirmasens ziehen dürfen, war in einem Erlass des rheinland-pfälzischen Integrationsministeriums in Kraft getreten (wir berichteten). „Alles funktioniert reibungslos und unbürokratisch“, berichtete jetzt der Pirmasenser Stadtsprecher.



(dpa)