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Passagierrechte werden abgetreten
Online-Portale zocken Passagiere ab

Bei gestrichenen Flügen steht Passagieren eine Entschädigung zu.
Bei gestrichenen Flügen steht Passagieren eine Entschädigung zu. FOTO: dpa-tmn / Frank Rumpenhorst
Duisburg. Bei einigen Reise-Anbietern im Internet müssen Kunden vor der Buchung ihre Fluggastrechte abtreten. dpa

Bei Flugstreichungen oder deutlichen Verspätungen steht Passagieren eine Entschädigung von der Fluggesellschaft zu. Hat der Kunde den Flug über ein Online-Portal gebucht, kann es tückisch werden: Manche Flugportale streichen die Ausgleichszahlung ein und geben sie erst mit einem Abschlag von 35 Prozent an den Passagier weiter. Vor dieser Masche warnt die Zeitschrift „Clever reisen!“ (Ausgabe 4/18). Flugreisende sollten daher stets in den AGB prüfen, ob sie ihre Fluggastrechte an das Portal abtreten. Die Abtretung der Rechte verhindert, dass Kunden ihre Ansprüche gegenüber der Fluggesellschaft selbst und kostenlos geltend machen, bemängeln die Experten.

Bei Annullierungen und Verspätungen von mehr als drei Stunden steht Passagieren laut EU-Recht eine Entschädigung zwischen 250 und 600 Euro zu, je nach Flugdistanz. Das gilt nicht bei außergewöhnlichen Umständen wie etwa einer Flughafensperrung oder bei Flügen von Nicht-EU-Fluggesellschaften außerhalb der EU oder in die EU.