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Referent Joachim Conrad
NS-Zeit ist Thema beim Gesprächskreis

Zweibrücken. (red) Wie verhielt sich die protestantische Kirche im Dritten Reich? Diese Frage bewegte den für jeden offenen und sich einmal im Monat in der Zweibrücker Versöhnungskirche treffenden Ökumenischen Gesprächskreis in diesem Frühjahr.

Profunde Antwort darauf wird es in der ersten Begegnung nach der Sommerpause am Dienstag, 11. September, 19.30 Uhr, geben, wenn Prof. Joachim Conrad von der Saar-Universität Gast des Abends ist. In einem „Das evangelische Pfarrhaus im Umbruch“ überschriebenen Vortrag wird der Hochschullehrer für Kirchengeschichte und promovierte Theologe die evangelische Sicht auf das 20. Jahrhundert an Beispielen nachzeichnen. „Dass die evangelischen Kirchen dem Kaiserreich verbunden waren, überrascht nicht“, schreibt Joachim Conrad. „Das Tausendjährige Reich vermochte dann zahllose Protestanten – auch die im Talar – zu blenden“. Die meisten Kirchen spalteten sich damals in „Deutsche Christen“ und „Bekennende Kirche“. Der erneute Untergang habe ein grundsätzliches Misstrauen bei den evangelischen Kirchen gegenüber dem Staat geschaffen.