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kolumne einwurf
OB-Wettkampf mal anders betrachtet

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Die Fußball-WM ist vorbei, der Rundenbetrieb in den unteren Ligen pausiert noch. Gelegenheit also, augenzwinkernd einen „Wettkampf“ der anderen Art zu beleuchten: den um das Amt des Zweibrücker Oberbürgermeisters.

Die SPD und CDU setzen auf Kandidaten, die im Lokalsport bekannt sind. In einer Sportstadt mit vielen Vereinen steigt so die Chance auf Wählerstimmen. Da ist der amtierende CDU-Bürgermeister Christian Gauf, der vor seinem Amtsantritt im Frühjahr 2017 34 Jahre beim SV64 als Spieler, Kapitän und Betreuer der ersten Herrenmannschaft das Gesicht des Handballvereins war. Sein Kontrahent Marold Wosnitza hat seit fünf Jahren als Vorsitzender des Zweibrücker Stadtverbands für Sport mit Vereinen gleich mehrerer Sportarten zu tun. Vorteil Wosnitza? Über die reine Bekanntheit hinaus ist aber die Eignung für das Amt schwer einzuschätzen. Denn ob Wosnitza – in der Fußballersprache gesagt – mit Traumtoren oder Steilvorlagen glänzen würde, weiß keiner. Für Gauf ist das Vor- und Nachteil zugleich. Er wurde für Rolf Franzen eingewechselt, spielt seitdem eher unauffällig und solide Querpässe. Ein spannender Zweikampf könnte also anstehen. Oder zieht Atilla Eren an beiden vorbei? Nach sportlichen Gesichtspunkten nicht. Er sitzt schließlich „nur“ im Stadt-Sportausschuss und hat 2017 die Trikots der VTZ-D-Jugend gesponsert. Doch es wählen ja auch Nicht-Sportler…