| 20:52 Uhr

Kommentar Trump und Kim
Schmuse-Show reicht nicht

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Die beiden prominentesten Brieffreunde der Welt haben ihre Aktivitäten wieder aufgenommen. Glaubt man US-Präsident Donald Trump, hat ihm Nordkoreas Diktator Kim Jong Un einen weiteren „netten Brief“ geschrieben. Von Friedemann Diederichs

Und er freue sich bereits darauf, Kim wieder persönlich zu treffen. Es wäre das dritte Treffen der Staatsmänner.

Die Frage ist allerdings, wohin die anhaltenden Techtelmechtel führen. Bisher gab es keine bedeutenden Fortschritte bei der Denuklearisierung Nordkoreas, die Trump in Aussicht gestellt hatte. Kim nutzt stattdessen die Aufwertung durch die Weltmacht USA, um sein Profil zu stärken. Auch die Prognose Trumps, eine nukleare Abrüstung würde das stalinistische Land zu einer der erfolgreichsten Nationen machen, ist kühn und von keinerlei Fakten gestützt. Nun ist es an der Zeit, weitere Kapitel der Schmuse-Show von Vorleistungen Kims abhängig zu machen.