| 20:25 Uhr

Schaufenster für österreichische Kunst
Milliardär schenkt Wien ein neues Museum 

Wien. Mit Hilfe von 57 Millionen Euro des Milliardärs Hans Peter Haselsteiner ist in Wien ein neues Museum für moderne Kunst vor allem aus Österreich entstanden. Der 76-jährige Haselsteiner habe sämtliche Kosten zur Sanierung des einst heruntergekommenen Gebäudes von 1868 übernommen, sagte der Chef der Albertina, Klaus Albrecht Schröder, am Freitag bei der Vorstellung der Räume des neuen Künstlerhauses.

Außerdem werde Haselsteiners Privatstiftung künftig auch alle Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten bezahlen.

Die Albertina werde 2000 der insgesamt fast 3000 Quadratmeter Ausstellungsfläche als „Albertina modern“ mit Wechselausstellungen bespielen und keine Retrospektiven machen. Dabei schöpfe sein Haus aus 30 000 Zeichnungen, 20 000 Fotos, 7000 Gemälden und 1000 Skulpturen, Installationen und Videos, so Schröder. „Es ist die größte mäzenatische Leistung, die der Bildenden Kunst in Österreich seit 1945 zugute kommt“, sagte Schröder zum Projekt. Haselsteiner, ehemaliger Chef und Co-Eigentümer des Baukonzerns Strabag, hat viele zahlreiche Projekte im In- und Ausland initiiert und ist auch Hauptsponsor der Tiroler Festspiele in Erl. Das Wirtschaftsmagazin „trend“ schätzt sein Vermögen auf fast zwei Milliarden Euro.

Mit der Eröffnung im März werde die Schau „The Beginning – Kunst in Österreich 1945 bis 1980“ den Anfang mit Künstlern wie Maria Lassnig, Arnulf Rainer, Hermann Nitsch und Gottfried Helnwein machen.