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Saarbrücken
Neue Geschäftsführung bei der SZ-Gruppe

Von links nach rechts: Joachim Meinhold, Thomas Deicke, Thomas Marx, Christian Erhorn und Mark Evenepoel
Von links nach rechts: Joachim Meinhold, Thomas Deicke, Thomas Marx, Christian Erhorn und Mark Evenepoel FOTO: Saarbrücker Zeitung
Saarbrücken. Die Saarbrücker Zeitungsgruppe stellt ihre Geschäftsführung neu auf, da Joachim Meinhold Ende des Jahres als Vorsitzender ausscheidet. SZ/psh

Thomas Deicke (51) wurde gestern vom Aufsichtsrat der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH mit Wirkung ab 1. Januar 2019 zum Sprecher der Geschäftsführung berufen. Er war bisher Verlagsgeschäftsführer der Saarbrücker Zeitung und verantwortet künftig den neuen Geschäftsbereich Märkte und Produkte, zu dem die Titel Saarbrücker Zeitung, Trierischer Volksfreund und Pfälzischer Merkur mit ihren Digitalangeboten sowie der Wachstumsbereich Digital Solutions gehören.

Thomas Marx (45), bisher Geschäftsführer des Trierischen Volksfreundes, verantwortet künftig zusätzlich standortübergreifend den Geschäftsbereich Anzeigenblätter, Logistik und Organisation/Prozesse.

Christian Erhorn (57) ist weiterhin kaufmännischer Geschäftsführer und künftig auch für die Bereiche Personal und Recht zuständig.



Mark Evenepoel (55), der das Luxemburger Tochterunternehmen Amplexor leitet, wurde wegen der Bedeutung und Größe des internationalen Digital- und Übersetzungsdienstleisters zum weiteren Geschäftsführer der Muttergesellschaft bestellt.

„Wir setzen mit dieser Neuaufstellung zum einen auf bewährte Führungskräfte, die Unternehmen, Produkte und Märkte sehr gut kennen. Zum anderen schafft sie klare unternehmerische Verantwortlichkeiten, um den sich ändernden Marktgegebenheiten und den Wachstumsmöglichkeiten im Digitalgeschäft erfolgreich zu begegnen“, sagt der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Johannes Werle.

Die Neuaufstellung wurde erforderlich, weil Joachim Meinhold (66) nach über zehn Jahren als Vorsitzender der Geschäftsführung vertragsgemäß zum Jahresende ausscheidet.

Meinhold begann seine berufliche Laufbahn als Trainee bei der Salzgitter AG und Assistent des Vorstandsvorsitzenden der Stahlwerke Peine-Salzgitter AG, bevor er 1987 promovierte. Danach arbeitete der gebürtige Stuttgarter als Projektmanager bei einer Venture Capital- Beteiligungsgesellschaft für die deutsche Wirtschaft und als Leiter Recht und Akquisitionen der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck in Stuttgart. In dieser Funktion war er an der Übernahme des „Tagesspiegel“ in Berlin beteiligt. In der Folge wurde er dessen Geschäftsführer und später Sprecher der Geschäftsführung. 2008 wechselte er ins Saarland. An dem Übergang der Saarbrücker Zeitungsgruppe auf den neuen Mehrheitsgesellschafter Rheinische Post Mediengruppe im Jahr 2012 war er maßgeblich beteiligt.

„Unter seiner Führung hat sich die Saarbrücker Zeitungsgruppe über viele Jahre sehr erfolgreich entwickelt und sich konsequent den neuen Herausforderungen gestellt“, sagt Werle. Das Unternehmen sei heute mit wachsendem digitalen und internationalem Engagement breit und zukunftsorientiert aufgestellt. Hieran habe Meinhold einen großen Anteil.

Für die Saarbrücker Zeitungsgruppe arbeiten rund 2800 Mitarbeiter – davon 950 Mitarbeiter in Verlagen und Redaktionen sowie rund 3200 Zusteller bei Tochterunternehmen. Der internationale Digital- und Übersetzungsdienstleister Amplexor, der zur Unternehmensgruppe gehört, beschäftigt 1850 Mitarbeiter in 22 Ländern. Mehrheitsgesellschafter der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei ist die Rheinische Post Mediengruppe in Düsseldorf. Weitere Anteile liegen bei der Gesellschaft für Staatsbürgerliche Bildung Saar und einer Beteiligungsgesellschaft der Mitarbeiter.