| 23:31 Uhr

Naturschutzverbände machen mobil
Widerstand gegen Autobahn-Weiterbau

Mainz. Naturschutzverbände haben am Freitag entschiedenen Widerstand gegen den Weiterbau der Autobahn A 1 in der Eifel angekündigt. Der BUND Rheinland-Pfalz will zusammen mit dem Nabu bis zum 24. September Einwendungen gegen die Planunterlagen LBM vorlegen.

Zur Begründung verwies der BUND auf die „unausgleichbare Zerstörung von Vogelschutz- und FFH-Gebieten“, also Schutzgebiete nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU. Bedroht seien auch alte Wälder, Trink- und Mineralwasserbrunnen und natürliche Bachläufe. Die Naturschützer machen auch verfahrensrechtliche Fehler geltend wie „fehlende hinreichende Prüfung der Nullvariante“, also der Option, auf den Bau zu verzichten.

Die Bevölkerung der Region sei aufgerufen, sich an den Sammeleinwendungen zu beteiligen, sagte das Koblenzer BUND-Landesvorstandsmitglied Egbert Bialk. Wenn die Einwendungen nicht erfolgreich sein sollten, sei der BUND auch entschlossen, vor Gericht zu gehen. „Wir werden das durchziehen.“ Eine leistungsfähige Fernstraßen-Verbindung bestehe bereits mit der B 51 und A 60. „Es gibt keine Lücke.“

Das von den Befürwortern als „Lückenschluss“ bezeichnete Bauprojekt erstreckt sich über zehn Autobahnkilometer in Rheinland-Pfalz und 15 in Nordrhein-Westfalen. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) erklärte Ende Juli: „Für die A 1 wollen wir Baurecht noch in dieser Legislaturperiode. Ich werde bauen, sobald es das Baurecht erlaubt.“



(dpa)