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Wahl in Österreich
Klares politisches Signal

Gut, dass die österreichischen Wähler der rechtspopulistischen FPÖ einen ordentlichen Dämpfer verpasst haben. Auch wenn Heinz-Christian Strache bereits Mitte Mai als Folge des Bekanntwerdens seiner Ibiza-Affäre seinen Posten als Vizekanzler und Parteichef aufgab, haben die Wähler mit ihrem Votum ein deutliches Zeichen gesetzt, dass sie von korrupten Politikern und ihren Handlangern nicht regiert werden wollen. Von Manuel Görtz

Noch immer ist Strache einer der führenden Köpfe der FPÖ. Und eine Rückkehr in ein politisches Amt des Mannes, der übrigens auch den menschengemachten Klimawandel leugnet, wäre mehr als wahrscheinlich, wenn ÖVP-Chef Sebastian Kurz erneut die Rechtspopulisten in die Regierung holen würde. Der durch die Wahl erstarkte Kurz kann sich jetzt wohl seinen Koalitionspartner aussuchen. Und er ist gut beraten, sich nicht auf ein neues Abenteuer mit der FPÖ einzulassen. Eines ist bereits klar: An den Grünen kommt nach ihrem kometenhaften Aufstieg politisch kaum noch jemand vorbei.