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Warenhaus-Fusion
Zu große Unsicherheit

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Die Sorgen der Beschäftigten bei Kaufhof wie bei Karstadt sind groß – und berechtigt. Denn es wäre ein Wunder, wenn der Zusammenschluss ohne Stellenabbau abginge. Von Volker Meyer zu Tittingdorf

Schließlich soll die Fusion die sogenannten Synergie-Effekte bringen und Kosten senken. Besonders stark bangen die Angestellten in Städten wie Trier oder Saarbrücken, wo beide Warenhausketten Filialen haben. Doch vielleicht trifft es die Beschäftigten hier nicht ganz so stark. Häuser in Grenznähe laufen erfahrungsgemäß gut und erwirtschaften hohe Gewinne. Damit ist es durchaus möglich, dass beide Standorte erhalten bleiben. Denkbar ist, dass ein Kaufhaus sich spezialisiert, zum Beispiel auf Sportartikel. Welche Pläne die künftigen Chefs des künftigen Warenhaus-Riesen auch haben mögen, es ist dringend notwendig, dass klare Verhältnisse geschaffen werden. Zuerst einmal heißt das: Die Entscheidung über die Fusion muss schnell endgültig feststehen. Und dann müssen die Mitarbeiter erfahren, woran sie sind. Die Zeit der Unsicherheit hat schon viel zu lange gedauert.