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Neue Jazz-CD der saarländischen Musikerin
Mississippi-Jazz zum Tanzen

Saarbrücken. Die Saxofonistin Nicole Johänntgen hat eine CD mit Musikern aus New Orleans eingespielt.

Selten gehen Tanzmusik und Jazz Hand in Hand wie beim Projekt „Henry“ der Saxofonistin Nicole Johänntgen. Nach ihrem Debüt 2016 unter diesem Nenner schart die Wahl-Schweizerin aus dem Saarland einmal mehr dasselbe Musiker-Team aus der Blue-note-Szene von New Orleans um sich. „Henry II“ wurde an nur einem halben Tag in Zürich eingespielt und klingt wie die nahtlose Fortsetzung von Teil eins: Mit griffigen Melodien aus der Feder der Combo-Chefin grooven Johänntgen, Jon Ramm (Posaune), Steven Glenn (Sousafon) und Paul Thibodeaux (Schlagzeug) wieder undogmatisch nach Art des Jazz der Mississippi-Metropole und mehr oder weniger verwandter Schwingungen. Ein würziger Cocktail, der besonders viel Raum lässt für solistische Ausflüge der Protagonisten und zum Schmunzeln einlädt, etwa wenn der Vierer sich als einzige Fremdkomposition den 80er-Jahre-Oldie „Ghostbusters“ vornimmt. Ein jazziger Spaß, der das Stillsitzen mühsam macht.

Nicole Johänntgen: „Henry II“ (Selmabird Records; www.nicolejohaenntgen.com)
Konzert am 28. Oktober, 19 Uhr, im Saarbrücker Kulturbistro Malzeit. Karten: www.kwsb.de

(Uhrmacher)