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Grenzübergreifende Suche
Hans betont Fokussierung auf Großregion bei Fachkräften

Saarbrücken. (ksp) Im Kampf gegen den Fachkräftemangel setzt Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) verstärkt auf den Nachwuchs und die Großregion setzen. So werde er seine Präsidentschaft beim Gipfel der Großregion dazu nutzen, die grenzüberschreitende Ausbildung auf die gesamte Region auszuweiten. Von Katja Sponholz

Seit fünf Jahren können Jugendliche im Saarland und der französischen Grenzregion über die Grenzen hinweg eine berufliche Ausbildung absolvieren. 

Hans reagierte damit auf eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) (wir berichteten). Die Studie zeigt auf, dass es vor allem in der Großregion noch erhebliches Fachkräftepotenzial für das Saarland gibt. Allerdings zögen vor allem Studenten mehrheitlich eine Arbeit in anderen Bundesländern in Betracht.

Schon jetzt absolvierten viele Studierende aus dem gesamten Bundesgebiet bi- und trinationale Studiengänge im Rahmen der „Universität der Großregion“ (UniGr). „Sie erwerben dabei interkulturelle Kompetenzen“, sagt Hans. Diese würden sie für eine Tätigkeit in der Region „bestens vorbereiten“, sagt Hans. Als Gipfelpräsident wolle er deshalb Maßnahmen anregen, damit diese Einrichtung bei der Wirtschaft noch bekannter werde und die Studierenden den hiesigen Arbeitsmarkt noch besser kennenlernten.



Darüber hinaus müssten bei der Anwerbung von Fachkräften für Unternehmen und Hochschulen verstärkt „double-career-Programme“ angeboten werden, da meist beide Partner berufstätig tätig seien. Eine mittel- und langfristige Perspektive für eine junge Familie im Saarland sei deshalb nur dann möglich, „wenn sich für beide entsprechende berufliche Chancen eröffnen“. Die Studie der HTW sporne dazu an, die Bemühungen, junge Saarländer in der Heimat zu halten, weiter zu verstärken.