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Neues aus der Hauptstadt
Minister Maas macht’s wie Obama

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Heiko Maas sollte nach Ansicht von Beobachtern an seiner Etikette feilen. Denn als Bundesaußenminister muss der Saarländer trittsicher sein, gerade was Umgangsformen angeht. Beim Antrittsbesuch in Paris begrüßte Maas den deutschen Botschafter mit der Hand in der Hosentasche. Geht ja gar nicht, meinten einige in Berlin. Geht doch! Auch Barack Obama hatte die Angewohnheit, eine Hand in der Hosentasche zu behalten, während er mit der anderen jemanden begrüßte. Maas wie Obama – was für eine Schlagzeile. Von Hagen Strauss

Endlich! Die neue Regierung ist im Amt, jetzt kann auch der Bundestag richtig loslegen. Darüber freute sich am vergangenen Dienstag der Parlamentsgeschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller. Vor Journalisten meinte er, der Bundestag schalte nun „in den Arbeitsmodus“. Wurde aber auch Zeit. Und weil das so sei, komme irgendwann auch wieder eine Initiative „zur Rettung der Schweinswale. Die kommt jede Legislatur.“ Stimmt. Schöne Grüße von den Grünen.



Die Milch macht’s, hieß es früher. Für den neuen Innen- und Heimatminister Horst Seehofer gilt das immer noch. Seine Mitarbeiter stellen ihm regelmäßig eine Flasche Frischmilch auf den Schreibtisch, die der CSU-Mann gerne trinkt. So auch im Innenministerium. Freilich nicht frischgezapft von fröhlichen bayerischen Kühen, die Zeiten sind vorbei. Aber Milch macht müde Männer munter – vielleicht ist Seehofer deshalb in Berlin gleich wie ein Wirbelwind gestartet.

Rumms, das saß. Brigitte Zypries übergab am vergangenen Donnerstag das Wirtschaftsministerium an ihren CDU-Nachfolger Peter Altmaier. Für einen Satz erhielt die SPD-Frau besonders viel Applaus von den versammelten Mitarbeitern: „Bitte vergesst mir bei dieser rein männlichen Führung die Frauen nicht!“ Recht hat sie. Der Saarländer Altmaier bringt drei neue Staatssekretäre mit ins Ressort, nur Männer, keine einzige Frau. Das kennt man sonst eigentlich nur noch von der CSU…