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Was wäre, wenn...
Die Millionen-Frage

Wenn ich einmal reich wär’, sinniert Milchmann Tevje im Musical „Anatevka“. Und viele Deutsche tun das auch, haben aber die ihnen nach eigener Auffassung ganz objektiv zustehenden Millionen schon längst verplant. Von Pia Rolfs

Das zumindest behauptet die Lotterie Eurojackpot nach einer ganz zweckfreien Umfrage – und räumt gleichzeitig mit Klischees auf. Frauen würden ihre Millionen gar nicht für Schmuck und Männer nicht für teure Autos ausgeben. Sondern beide Geschlechter fürs Wohnen und Reisen.

Diese Präferenzen sind verständlich – gerade angesichts des derzeitigen Wohnungsmarkts. Könnte doch eine Million in begehrten Großstädten schon ein gemütliches Ein-Zimmer-Apartment sichern. Na gut, das ist etwas klein. Aber dank des finanziellen Pölsterchens kann dann immer abwechselnd einer auf Reisen gehen, während der andere nur wohnt.

Schmuck und teure Autos dagegen sind oft kontraproduktiv. Denn beides wirkt möglicherweise als Status-Symbol aufs andere Geschlecht, verleitet zu Balz-Aktivitäten – und die kosten eine hübsche Summe Geld. Aber das ist eben auch nur die halbe Miete.