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Reifenberg
Michaela Hüther macht Schluss

 Michaela Hüther ist seit 20 Jahren Bürgermeisterin in Reifenberg.
Michaela Hüther ist seit 20 Jahren Bürgermeisterin in Reifenberg. FOTO: Antje Feldner
Reifenberg. Reifenbergs Bürgermeisterin tritt bei der nächsten Wahl nichtmehr an.

(ane) Reifenbergs Ortsbürgermeisterin Michaela Hüther hört nach 20 Jahren Amtszeit auf. Bei den Kommunalwahlen steht die 55-jährige CDU-Politikerin für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Ihre Nachfolge ist noch offen.Die Hauptgründe für ihre Entscheidung liegen im persönlichen und privaten Bereich, so Michaela Hüther, die seit 1999 CDU-Mitglied ist. Zum einen brauchten ihre Eltern mehr Aufmerksamkeit, und durch ihre Hilfe wolle sie ihnen etwas zurückgeben für ihre tatkräftige Unterstützung während der Jahrzehnte ihrer Amtszeit als Ortschefin. Außerdem wünsche sie sich selbst etwas mehr Freizeit, auch für ihren Ehemann Toni und die Familie.

„Die Arbeit als Ortsbürgermeisterin war und ist immer noch sehr spannend“, unterstreicht sie. Vor nahezu 20 Jahren sei sie ohne kommunalpolitische Erfahrung sozusagen „ins kalte Wasser gesprungen“. Die Ratsarbeit, die vielen Kontakte mit Firmen und den Bürgern seien eine große Bereicherung für ihr Leben gewesen. Als Fazit könne sie nach zwei Jahrzehnten festhalten, dass es für sie eine interessante und erfüllende Phase ihres Lebens gewesen sei. „Also alles in allem eine zwar anstrengende, aber auch sehr schöne Zeit“, betont Hüther. Trotz allem hält sie 20 Jahre als Ortsbürgermeisterin für genug.

Eine Nachfolgerin oder Nachfolger könne eine intakte Gemeinde Reifenberg übernehmen, die auch noch einen gewissen finanziellen Spielraum habe, so Hüther. Dabei unterstreicht sie, dass viele Aufgaben gemeinsam bewältigt oder auf den Weg gebracht wurden. An dieser Stelle bedankt sie sich bei ihrer Familie, den Gemeindearbeitern und den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne deren Unterstützung vieles nicht möglich gewesen wäre. Klar macht Hüther in diesem Zusammenhang auch, dass in der Zukunft noch weitere Aufgaben anstehen.



Viele würden ihre Entscheidung aufzuhören, vielleicht bedauern, aber die Demokratie lebe vom Wandel, gibt sie zu bedenken. „Ich möchte der Gemeinde und den Bürgern die Möglichkeit geben, sich neu zu orientieren und weiterzuentwickeln“, unterstreicht die ehemalige Angestellte der Post, die aus den genannten Gründen auch nicht mehr für den Verbandsgemeinderat kandidiert. Für den Kreistag will sie aber nochmals antreten und sich dort für die sozialen Belange der Ortsgemeinden einsetzen.

Sie gehe der Ortsgemeinde ja nicht verloren, so Michaela Hüther, und ziehe sich nicht vollständig aus der ehrenamtlichen Arbeit zurück. Da sei die Seniorenarbeit, die ihr sehr viel Freude bereitet. Auch im Kirchenchor und beim Chor „Cantate“ will sie weiterhin aktiv bleiben.