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Zweibrücken
Mehr Werbung: FDP will zurück zur Pfalztouristik


FDP-Stadtratsfraktionschefin Ingrid Kaiser.
FDP-Stadtratsfraktionschefin Ingrid Kaiser. FOTO: PM
Zweibrücken. Im Zusammenhang mit der Diskussion über ein neues Tourismuskonzept für Zweibrücken hat sich die FDP-Fraktion für eine Reaktivierung der Stadt bei Pfalztouristik ausgesprochen. Der Stadtrat hatte die Mitgliedschaft 2014 beendet, um so die 8000 Euro Jahresbeitrag zu sparen.

Auf Initiative des verstorbenen Oberbürgermeisters Kurt Pirmann (SPD) habe sich die Stadt im Anschluss„in Richtung Bliestal“ orientiert, sich um eine Integration in das Biosphärenreservat Bliestal bemüht. Das gehe aber, meint Kaiser, teilweise über saarländische Fördergelder. Ob die auch in die Pfalz fließen würden, sei „zumindest fraglich“. „Wir sind halt Pfälzer und keine Saarländer.“ Zweibrücken sei „touristisch nicht deutlich vertreten“, kritisiert Kaiser. Der Tourismus sei ein wichtiges Standbein für die Stadt, man müsse deshalb „einfach in der Pfalz präsent sein als Zweibrücken“.

Die Stadt sieht laut Pressesprecher Heinz Braun keine Notwendigkeit, wieder Mitglied bei Pfalztouristik zu werden. Schließlich sei man weiterhin Mitglied im Verkehrsverein Südwestpfalz, der seinerseits Mitglied bei Pfalztouristik sei. „Letztendlich wird Zweibrücken mitbeworben“, argumentiert Braun, wenn auch „nicht mehr als eigenständige Kommune“. Weiterer Schwachpunkt der Pfalztouristik aus Sicht der Stadt: Der Fokus liegt einerseits auf dem Pfälzerwald und andererseits auf dem Thema Wein und Weinbau – beides keine Zweibrücker Themen. Und die Zuschüsse? Bei den Tourismusverbänden gehe es nicht um Fördergelder für Baumaßnahmen oder ähnliches, unterstreicht Heinz Braun. Maximal gäbe es Zuschüsse für Messestände.