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Abstecher nach Peppenkum
In Medelsheim startet die Kirb

Die Medelsheimer Straußgesellschaft stimmt sich auf die Kirwetage ein.
Die Medelsheimer Straußgesellschaft stimmt sich auf die Kirwetage ein. FOTO: Wolfgang Degott
Medelsheim. Die Straußjugend ist gut vorbereitet. Am Freitagabend soll es losgehen.

Am Wochenende finden in unserer Region die letzten Kirmesfeiern statt, die sogenannten Martinikirwet. So auch in der Parr, wo es in Medelsheim und Peppenkum junge Leute gibt, die sich zu Straußgesellschaften zusammen gefunden haben. In Medelsheim sind es 15 Mädchen und sieben Jungs im Alter zwischen 16 und 25 Jahren. Seit Mitte August haben sie sich getroffen, um alles Organisatorische zu klären. Mit dabei auch die „Frischlinge“ Marvin Braun, Fabian Krämer und Kevin Quack, die an diesem Freitag, 9. November, gegen 21 Uhr, am Ende des Fackelzuges hinauf zum Friedhof gehen und nach den Eröffnungsreden, gehalten von „Mamme“ Masha Vogelgesang und „Babbe“ Marco Krämer, die Kirb suchen und ausgraben. Anschließend ziehen alle nach Peppenkum, treffen ihre Straußbuben aus „Bebbekum“ und feiern gemeinsam das Schlachtfest im Feuerwehr-Gemeinschaftshaus. Zu hören sein wird dort auch die Kirweredd. Sie selbst haben diesmal keine. „Wir haben niemand gefunden, der sie vorträgt und auch nicht die gehabt, die eine schreiben können“, erläutert Kira Krämer. Sie kündigt aber an, dass das eine Ausnahme bleiben soll und im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder in Medelsheim ein Kirwespruch zu hören sein wird. Am Samstag starten sie um 10 Uhr mit einem Frühschoppen im Gasthaus Weber, dem „Wirtche“, wo die Wirtsleute Claudia und Jürgen, wie auch an den anderen Tagen das Frühstück spendieren. Gegen Mittag wird zum Sportplatz gepilgert, wo am Nachmittag die Fußballteams angefeuert werden. Abends steigt die Kirwedisco, wo auch noch die Kirwestar-T-Shirts verliehen werden. Den ganzen Sonntag über werden viele Spiele und witzige Aktionen an verschiedenen Orten durchgeführt, die beiden Kneipen aufgesucht. Am Montag starten die Kirwefeierlichkeiten traditionell im Chaumière. Um 10 Uhr treffen sich die Spieler und Spielerinnen der Mannschaften beim „Diddel“ mit ihren Fans, um gemeinsam anzustoßen. Gegen Mittag wird am Wirtche der Kirwestrauß geschmückt und mit rund 2500 bunten Bändern aufgehängt.

Letzter Kirwetag ist der Dienstag. Nach dem Frühstück heißt es für die Straußgesellschaft „Stännele“, wird in den Häusern Geld gesammelt, aber auch auf den Straßen Autos angehalten, um die Fahrer um eine „milde Gabe für notleidende Straußbuwe“ zu bitten. Abends trifft man sich zum Heringsessen im Wirtche. Mit dem Eingraben der Kirb enden die Kirwetage in der Parr.

(ott)