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Bürgerkrieg
Maas warnt vor weiterer Zuspitzung in Syrien

 Fordert eine politische Lösung für Syrien an: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD).
Fordert eine politische Lösung für Syrien an: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD). FOTO: dpa / Virginia Mayo
München. Außenminister Heiko Maas (SPD) hat eine politische Lösung für den Krieg in Syrien angemahnt. Es sei „unerträglich, wie der Krieg weiter zu Lasten der Zivilbevölkerung tobt“, sagte er der Süddeutschen Zeitung. kna

Die Situation in Idlib spitze sich derzeit zu und nehme „das Ausmaß einer humanitären Katastrophe“ an, sagte Maas. „Diese Angriffe müssen ein Ende haben.“ Der syrische Präsident Baschar al-Assad nehme „auf grausame Weise den Tod schutzloser Menschen in Kauf“, fügte der Minister hinzu. Die Bundesregierung tue alles, „um Beiträge zu Deeskalation zu leisten“.

Nach Worten von Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel leidet Syrien unter dem Schweigen der internationalen Gemeinschaft. Dieses Schweigen sei „die letzte große Bombe, die zurzeit fällt“, sagte Spiegel zum Abschluss einer einwöchigen Libanon-Reise im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur. Libanon und Syrien stehen im Fokus der diesjährigen Misereor-Fastenaktion. Syrien könne nicht zur Ruhe kommen, wenn mit Russland, den USA, der Türkei, Iran und Israel „fünf wichtige militärische Mächte streiten und jeder seinen Vorteil sucht“, sagte Spiegel. Der Syrien-Krieg zeige seit zehn Jahren „in schrecklichem Maße“ die Verflochtenheit des Weltgeschehens. Wenn er auch schwach „angesichts der enormen Herausforderungen“ sei, brauche die Welt „Dialog zwischen Religionen, Generationen, Parteien“.