| 20:31 Uhr

Warum die Arktis auch für die Raumfahrt relevant ist
Langer Antarktis-Aufenthalt verkleinert laut Experten Hirn

Berlin. () Eine lange Zeit unter Extrembedingungen in der Antarktis hinterlässt Spuren im Gehirn. Bei Menschen, die sich 14 Monate auf einer Forschungsstation aufhielten, seien Verkleinerungen in Teilbereichen des Hippocampus festgestellt worden, die für Gedächtnis und räumliches Denken zuständig sind, berichten deutsche Wissenschaftler im „The New England Journal of Medicine“. dpa

Was die Veränderungen im Gehirn auslöst, ist laut Bericht unklar. Das Problem könnte auch für Raumfahrtmissionen relevant sein. Das Team machte strukturelle Hirn-Aufnahmen vor und nach der Expedition und ließ fünf Männer und vier Frauen regelmäßig kognitive Tests machen. Hierbei gebe es normalerweise einen Lerneffekt, sagte Studienleiter Alexander Stahn. Je ausgeprägter die Gehirnveränderungen der Probanden gewesen seien, desto geringer sei ihre Lernkurve gestiegen.