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Nach China-Übernahme
Kuka-Chef verteidigt Jobabbau

Augsburg. Der Interims-Chef des Roboterherstellers Kuka sieht sich bei dem angekündigten Jobabbau nicht an die Beschäftigungsgarantie gebunden, die der chinesische Eigentümer Midea bei der Übernahme abgegeben hat. dpa

„Wir als Vorstand haben die Verantwortung und die Pflicht, Entscheidungen zu treffen – und das tun wir unabhängig von Midea“, sagte Kuka-Chef Peter Mohnen der „Augsburger Allgemeinen“.

Midea hatte im Investorenvertrag eine Beschäftigungsgarantie bis 2023 gegeben. Mohnen interpretiert diese aber so, „dass Midea uns als Kuka-Vorstand nicht anweisen kann, etwa Personalmaßnahmen vorzunehmen.“

Nicht der chinesische Mehrheitseigner, sondern der Kuka-Vorstand in Augsburg habe eine Kostensenkung um 300 Millionen Euro beschlossen, sagte Mohnen. Wie viele der insgesamt 4000 Arbeitsplätze in Augsburg abgebaut werden, werde der Vorstand erst nach einer genauen Analyse festlegen, so Mohnen.



Ende November hatte der neue Chef des Roboterherstellers in einem Interview noch ausdrücklich auf die Beschäftigungsgarantie für die Mitarbieter hingewiesen und betont, dass diese Garantie bis zum Jahr 2023 gelte.