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Meinung
Schwerer Job für Lewentz

Von Florian Schlecht

Zu beneiden ist Roger Lewentz nicht, wenn es um die Kommunalreform geht. Der rheinland-pfälzische Innenminister muss immer noch umstrittene Fusionen der ersten Stufe moderieren und zugleich nächste Schritte vorbereiten. Der Job dürfte noch schwerer werden.  Einerseits erwartet jeder Beobachter, dass künftige Reformen rascher laufen. Andererseits darf sich das Land bei Gebietsgrenzen keinen radikalen Schnellschuss erlauben, der Bürger verärgert. Nicht einfacher ist die Ausgangsposition, weil das Land die CDU braucht, die in den Kommunen mächtig ist. Und: Niemand will vor der Kommunalwahl 2019 und Landtagswahl 2021 Wählerstimmen riskieren. Als Lektion dürfte die Parteien auch die jüngst gescheiterte Reformen in Brandenburg und Thüringen verstehen. So deutet sich bereits jetzt an, dass die zweite Stufe möglicherweise kein großer Wurf wird – oder erneut viele Jahre ins Land gehen.