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Kommentar
Der Trend ist nicht mehr zu stoppen

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Loben sollte man die Union für ihren Beschluss nicht. Über Jahre haben Teile der Bundestagsfraktion ein umfassendes Tabakwerbeverbot blockiert und sich auch nicht davor gescheut, einen eigenen Minister zu düpieren. Von Hagen Strauß

Namentlich den früheren Landwirtschaftsminister Christian Schmidt von der CSU, der auch für den gesundheitlichen Verbraucherschutz zuständig gewesen ist. Sein Gesetzentwurf ist damals kurzerhand von der Fraktionsführung auf Eis gelegt worden. Seitdem zieht sich die ganze Chose quälend lange hin. Das ganze Thema ist ein Lehrstück für den Einfluss der Tabaklobby. Doch nun soll Schluss sein damit. In Etappen. Wenigstens etwas. Endlich haben auch die Gegner erkennen müssen, dass man den gesellschaftlichen Trend gegen das Rauchen nicht stoppen kann. Kinder und Jugendliche noch stärker vor öffentlicher Tabak-, E-Zigaretten- und E-Shisha-Werbung und dem damit vermittelten positiven Image des Qualmens zu schützen, ist sinnvoll. Und dabei wird das umfassende Werbeverbot helfen.