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Kommentar
„Schwarze Null“ begünstigt Krise

 Kopf Vetter
Kopf Vetter FOTO: SZ / Robby Lorenz
Noch ist die Kauflaune in Deutschland ungetrübt. Doch die Industrieproduktion schwächelt, die Autobranche steckt tief im Umbruch, und am Arbeitsmarkt ist ebenfalls nicht mehr alles Gold, was glänzt. Von Stefan Vetter

Die Mischung verheißt nichts Gutes. Denn wenn es stimmt, dass Wirtschaft zur Hälfte Psychologie ist, kann die kollektive Kauflaune schnell in allgemeine Verunsicherung umschlagen. Leider ist die Bundesregierung kein Stimmungsaufheller. Anstatt über rasche Entlastungen für Unternehmen und Arbeitnehmer nachzudenken, gefällt man sich als Gralshüter der „schwarzen Null“. Die begünstigt aber eher noch eine mögliche Krise. Deshalb wirkt sie mittlerweile wie aus der Zeit gefallen.