| 20:20 Uhr

Kommentar
Jetzt geht es ans Eingemachte

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Der europäische Chefunterhändler Michel Barnier ließ am Montag keineswegs nur zwischen den Zeilen durchblicken, dass der Forderungskatalog der 27er Gemeinschaft keine Überraschungen enthält. Detlef Drewes

Mehr noch: Genau genommen sei ja alles in dem Abkommen angelegt, das Johnson damit bereits akzeptiert habe. Lässt man die strittigen Details mal beiseite, erscheint derzeit mehr als fraglich, wie die beiden Seiten zusammenkommen wollen: Der britische Premier muss auf den Abbau von EU-Standards bestehen, um seine Zusagen nicht zu brechen. Die Union wiederum, die stets das hohe Niveau der Regeln für den Binnenmarkt preist, kann nicht von ihrer Linie abweichen. Denn das Ergebnis wäre ein Dumping-Wettbewerb – zugespitzt formuliert: billige Produkte von der Insel gegen hochqualitativ hergestellte Waren auf dem Kontinent. Es könnte das Ende des Binnenmarktes bedeuten.