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Serie Kitas in Zweibrücken
Alltagslernen steht im Mittelpunkt

Auf dem großen, vielfältigen Außengelände der Kita Heilig Kreuz haben die Kinder viele Möglichkeiten, zu spielen, toben und sich zu erproben.
Auf dem großen, vielfältigen Außengelände der Kita Heilig Kreuz haben die Kinder viele Möglichkeiten, zu spielen, toben und sich zu erproben. FOTO: cvw / Cordula von Waldow
Zweibrücken. In den Zweibrücker Kindertageseinrichtungen werden die Weichen für den Nachwuchs mitgestellt. Und das überall mit anderen Schwerpunkten und Besonderheiten. In einer Serie stellt der Merkur die rund 20 Einrichtungen in der Rosenstadt vor. Heute: die Kita Heilig-Kreuz. Von Cordula von Waldow

Der Kindergarten Heilig Kreuz mitten in Zweibrücken ist mit 85 Kindern in vier Gruppen eine der größten Kindertagesstätten. Die einzige katholische Einrichtung wird von Kindern unterschiedlicher Religionen und Konfessionen besucht. „Alle sind uns gleichermaßen willkommen“, betont Kita-Leiterin Michaela Faustmann.

Die Jahresgestaltung in der Kita richte sich klar nach dem Kirchenjahr und behandele die jeweils aktuellen, kirchlichen Feste religions-pädagogisch. Dazu gehören Gottesdienste in der benachbarten Heilig-Kreuz-Kirche wie etwa der Abschlussgottesdienst im Sommer für die Schulanfänger mit ihren selbst gebastelten Schultüten.

„Alltagslernen“ steht in der Kita Heilig Kreuz im Mittelpunkt. Das Betreuungsangebot für die ganz Kleinen in der Krippengruppe ist alters- und entwicklungsgerecht und bietet einen eigenen geschützten Außenbereich. Mit drei Jahren wechseln die Kinder in die Regelgruppe. Für die Kinder aus den Regelgruppen steht ein zusätzlicher Raum zur Verfügung, der ihnen Rückzugsmöglichkeit bietet und individuell nutzbar ist. „Wichtig ist der Blick auf die Kinder, nicht eine vorgeplante Aktion“, erklärt Erzieherin Justine Weber. Es ist wichtig, was die Kinder interessiert, was sie bewegt. Für das Team von Heilig Kreuz ist eine gute Alltagspädagogik von besonderer Bedeutung. Der Kindergarten habe ein so großes, vielfältiges und ständig weiter entwickeltes Außengelände, auf dem die Kinder sich viel freier bewegen könnten als bei Ausflügen. Auch wenn die Kinder ihre feste Gruppenzugehörigkeit haben, können sie sich gegenseitig in den verschiedenen Gruppen besuchen und kennen sich untereinander sowie auch alle Erzieherinnen.



Im letzten Kindergartenjahr bietet die Kita den Vorschulkindern das sogenannte „Stationenlernen“. An unterschiedlichen Stationen erwerben die Kinder verschiedene Kenntnisse und Fähigkeiten und lernen mit allen Sinnen, sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken. „Wir schauen: Wo kann ich das Kind unterstützen“, beschreibt Michaela Faustmann den pädagogischen Ansatz. So viel, wie nötig, und so wenig, wie möglich, um dem Kind möglichst große kreative Freiheit und vor allem sein eigenes Lerntempo zu lassen. Wer länger braucht und noch Schwächen hat, kann die einzelnen Stationen wiederholen. In der gesamten Arbeit wird in der Kita Heilig Kreuz Teamarbeit in einem guten, konstruktiven Klima groß geschrieben. „Wir sind die Vorbilder. Die Kinder lernen von und mit uns.“