| 20:36 Uhr

China leidet unter Handelskonflikt
Handelskonflikt schwächt die Wirtschaft in China

Peking. Vor dem Hintergrund des Handelskriegs mit den Vereinigten Staaten hat Chinas Außenhandel im August Schwäche gezeigt. Während die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft um einen Prozent auf insgesamt 214,8 Milliarden US-Dollar (194,6 Milliarden Euro) im Vergleich zum Vorjahr sanken, gingen die Importe um 5,6 Prozent auf 179,97 Milliarden Dollar (163,1 Milliarden Euro) zurück. dpa

Das teilte das Pekinger Statistikamt am Sonntag mit. Besonders groß fiel demnach das Minus bei den Ausfuhren in die USA aus, die um 16 Prozent auf insgesamt noch 37,3 Milliarden Dollar (33,8 Milliarden Euro) sanken.

Beide Staaten haben sich inzwischen mit hohen Strafzöllen überzogen. Auslöser des seit mittlerweile über einem Jahr andauernden Handelskonflikts war die Verärgerung von US-Präsident Donald Trump darüber, dass China weit mehr in die Vereinigten Staaten exportiert als umgekehrt. Er forderte umgehend eine Beseitigung von Marktschranken, kritisierte zugleich die Verletzung von Urheberrechten und den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen sowie bereits gewährte staatliche Subventionen, um heimische Unternehmen zu unterstützen.

Später forderte der US-Präsident dann auch noch strukturelle Veränderungen im Reich der Mitte und wirkungsvolle Mechanismen, um die Einhaltung eines Abkommens zu garantieren. Der Führung in Peking geht das allerdings mittlerweile zu weit. Auch die Unberechenbarkeit des US-Präsidenten verärgert die chinesische Führung in Peking.



Der Handelskrieg führt in beiden Ländern mittlerweile zu einer deutlichen Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bremst zugleich auch die Weltkonjunktur. Die Aktienmärkte sind ebenfalls beunruhigt über mögliche Auswirkungen. Viele Analysten warnen bereits davor, der Konflikt könnte die US-Wirtschaft in der Folge in eine Rezession hineinschlittern lassen. Beide Staaten haben unterdessen noch Hoffnung, den Handelskonflikt zu beseitigen. Für Anfang Oktober sind bereits neue Verhandlungen vereinbart.