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Die Narren und die Prozesse
Narrensturm fällt erneut aus

 Peter Neuheisel
Peter Neuheisel FOTO: SZ / Robby Lorenz
In der gesamten Region werden an Weiberfastnacht die Rathäuser gestürmt. Unrühmliche Ausnahme: die Kreisstadt Homburg. Seit vergangenem Jahr wird hier nichts gestürmt. Klar, wenn die komplette frühere Verwaltungsspitze im echten Leben vor dem Richter steht, fällt es auch den Fastnachtern schwer, so zu tun, als wäre alles im Lot. Von Peter Neuheisel

Gerade wenn einer der Betroffenen selbst gewählter Anführer der Narrenschar ist. Der Rathaussturm fällt also auch in diesem Jahr flach. Gut, jetzt von einem Riesenverlust zu sprechen, wäre übertrieben, hatte dieser Termin in Homburg nie dieselbe Wertigkeit wie in Nachbarstädten. Aber die neuerliche Absage zeigt, dass die Prozesse eben nicht nur die tägliche Arbeit in der Verwaltung beeinträchtigen, sondern sich bis ins Vereinsgeschehen auswirken. Leidtragende ist in diesem Zusammenhang die Narrenzunft, die eigentlich nichts verbrochen hat – im Gegenteil eine außerordentlich gute Arbeit leistet, gerade im Nachwuchsbereich. Aber die HNZ hat zum Glück andere Möglichkeiten, sich zu präsentieren. Dazu wünschen wir viel Erfolg. Es kommen auch wieder andere Tage.