| 20:51 Uhr

Jugendhandball-Bundesliga
Das Bundesliga-Abenteuer geht weiter

Sebastian Meister will den A-Junioren des SV 64 auch in der neuen Saison wieder zur Bundesligaquali verhelfen.
Sebastian Meister will den A-Junioren des SV 64 auch in der neuen Saison wieder zur Bundesligaquali verhelfen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. A-Jugend des SV 64 Zweibrücken startet unter Klaus-Peter Weinert mit Auswärtsspiel bei der HSG Bottwar in die Runde.

Nach der erneuten Qualifikation starten die A-Juniorenhandballer des SV 64 Zweibrücken bereits in ihre fünfte Saison der Jugendbundesliga. Erster Gegner ist die HSG Bottwar, eine Zusammenschluss mehrerer Vereine vor den Toren Stuttgarts. Anpfiff ist um 15 Uhr in der Wunnensteinhalle in Großbottwar.

Zur Freude der Zweibrücker Verantwortlichen wurde das Team der Junglöwen wieder in die attraktive Südstaffel der Bundesliga eingeteilt. Zwölf Mannschaften spielen dabei um die beiden Spitzenplätze, die zur Teilnahme an der Deutschen A-Jugendmeisterschaft berechtigt. Noch spannender wird voraussichtlich aber der Kampf um die direkte Qualifikation für die Jugendbundesliga der nächsten Saison. Dafür müssen die Wettbewerber einen Platz unter den besten sechs Teams erreichen.

Der neue Trainer des SV 64 Zweibrücken Klaus-Peter Weinert sieht seine Jungs in der bevorstehenden Runde klar in der Außenseiterrolle: „Mein Ziel für die Runde ist schwer zu bestimmen. Ich denke gegen die Mannschaften im vorderen Drittel wird es schwer, zu punkten.“ Aber genau aus diesen Spielen erwartet Weinert, viel Erfahrung mitnehmen zu können. „Die direkte Qualifikation wieder zu schaffen, wäre in meinen Augen eine unglaubliche Sensation, wenn man bedenkt, mit welch starken Einzelspielern wir das letztes Jahr eben nicht gleich geschafft haben“.



Die Spieler und Fans dürfen sich besonders auf die Begegnungen gegen die Leistungszentren der aktuellen Bundesligavereine Rhein-Neckar-Löwen, TVB Stuttgart und Frisch Auf Göppingen freuen. Aber auch die Bundesligisten vergangener Jahre – wie der VFL Günzburg oder Schutterwald – haben heute noch klangvolle Namen. Vor allem der Nachwuchs von Schutterwald macht national auf sich aufmerksam, denn kein geringerer als der ehemalige Bundestrainer Martin Heuberger trainiert das Team aus der Ortenau.

Das weiteste Auswärtsspiel bestreiten die 64er in der bayrischen Hauptstadt München. Gegner ist allerdings kein Verein, sondern die sogenannte „Handballakademie Bayern“, für die sich hochtalentierte Jugendspieler bewerben können und die von ihren Heimatvereinen für die Bundesliga freigestellt werden. Mit den alten Weggefährten aus Pforzheim und Konstanz sowie den beiden württembergischen Spielgemeinschaften JSG Echaz-Erms und Jano Filder wird das Feld komplettiert.

Die Vorbereitung auf das Abenteuer Bundesliga verlief für die Junglöwen eher durchwachsen. Durch den großen personellen Umbruch – sieben Spieler des Jahrgangs 1999 schieden altersbedingt aus der Jugend aus – und weitere verletzungsbedingte Ausfälle (Philipp Meiser, Fabian Naumann, Nico Müller) war es für den neuen Übungsleiter schwer, frühzeitig eine homogene Einheit zu formen. Dennoch geht der B-Lizenzinhaber positiv an seine neue Aufgabe: „Die Vorbereitung verlief insgesamt etwas holprig, aber ich bin mir sicher, dass meine Mannschaft, wenn es am Wochenende endlich losgeht, wieder ihr Gesicht aus den Qualifikationsturnieren zeigen wird und ich am Ende der Runde stolz auf Sie sein kann. Mir steht eine kleiner, aber leistungsstarker Kader von neun Feldspieler und einem Torwart zur Verfügung.“ Woche für Woche werde Weinert das Team durch Talente aus der A2 und der Oberliga-B-Jugend ergänzen. Da die B-Jugend am Sonntag ebenfalls im Einsatz ist, kann Weinert dieses Mal allerdings nur auf Spieler der A2 zurückgreifen. Fabian Naumann wird mit einem Mittelfußbruch noch mehrere Wochen ausfallen.