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Tipp für Hobbygärtner
Im Winterlager gedeihen auch Schädlinge

 Blattläuse können sich im Winterlager vermehren.
Blattläuse können sich im Winterlager vermehren. FOTO: dpa-tmn / Florian Schuh
Bonn. Erhalten Topfpflanzen im Winter zu wenig Licht, haben zum Beispiel Blattläuse leichtes Spiel.

() Das Winterlager ist für die Topfpflanzen kein Erholungsurlaub. Sie brauchen eigentlich mehr Licht, als es dort gibt. Auch die Temperaturen sind oftmals ungünstig für sie, und das hat Folgen. Dann wird es Zeit, die Pflanzen zu kontrollieren.

Dass die Überwinterung für Kübelpflanzen eine schwierige Zei ist, betont auch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Kommt zum Lichtmangel noch zu viel Wärme im Lagerraum, wachsen die Triebe im Winter weiter, das aber nur schlecht. Sie werden unter diesen Bedingungen oft viel zu lang, eher dünn und zu weich. Profis nennen das Vergeilen.

Solche sogenannten vergeilten Triebe sind deutlich schwächer und daher auch anfälliger für Schädlinge. Gerade Blattläuse befallen sie gerne, aber auch Schildläuse, Woll- oder Schmierläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen sind ein Problem. Oft kommen diese Schädlinge mit aus dem Garten ins Winterlager und können sich hier in aller Ruhe vermehren. Daher sollte man das eingelagerte Grün im Kübel regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls die Schädlinge bekämpfen.



Am besten macht man das mechanisch: etwa die Läuse einfach mit dem Finger abstreifen oder alternativ mit einem scharfen Wasserstrahl abspülen, rät die Landwirtschaftskammer. Notfalls sollte man auch befallene Triebe zurückschneiden.

Gebräuchliche Pflanzenschutzmittel machten hingegen nur in Ausnahmefällen Sinn. Wenn man sie einsetzt, sollte man aufgrund der Witterung im Winterlager am besten Mittel mit einer Kontaktwirkung verwenden.

(dpa)