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Noch „kein Cold Case“
Weiter ungeklärt – Rebecca seit einem Jahr verschwunden

Berlin. Einer der spektakulärsten Vermisstenfälle der letzten Jahre in Deutschland begann mit einer Polizeimitteilung: „Seit den Morgenstunden des 18. Februar 2019 wird die 15-jährige Rebecca (...) aus Berlin-Britz vermisst.“ Am 23. Februar teilt die Polizei mit: „Mordkommission übernimmt die Ermittlungen“. dpa

Es könne nicht ausgeschlossen werden, „dass das Mädchen einer Straftat zum Opfer gefallen ist“. Schnell stößt die Mordkommission auf den 27-jährigen Mann von Rebeccas älterer Schwester, der zuletzt mit Rebecca im Haus war. Nach seiner Aussage soll die 15-Jährige das Haus verlassen haben. Am 28. Februar, nimmt die Polizei den Schwager wegen Mordverdachts fest. Einen Tag später wird er freigelassen, am 4. März erneut verhaftet und in Untersuchungshaft gebracht. In den folgenden Wochen bietet die Kripo fast alles auf, was möglich ist: 50 Kilometer südöstlich von Berlin durchsuchen Hunderte Polizisten Wälder. Rebecca bleibt verschwunden. Am 22. März wird der Haftbefehl gegen den Schwager aufgehoben, gilt aber weiterhin als Beschuldigter des Verfahrens, da die Fakten weiter darauf hindeuteten, dass Rebecca das Haus des Schwagers nicht lebend verlassen habe. Martin Steltner, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft: „Es ist bei weitem kein Cold Case, denn hier laufen noch Ermittlungen“. Als Cold Case (kalter Fall) werden Fälle bezeichnet, die vorerst zu den Akten gelegt werden. Die Polizei will
weiter ermitteln.