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Neue Idee gegen Fachkräftemangel
IG Metall will Austausch von Mitarbeitern vereinbaren

Essen. Bei Auftragsflaute vorübergehend in ein anderes Unternehmen wechseln: Die tarifgebundenen Betriebe der Metall- und Elektroindustrie im Ruhrgebiet sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Mitarbeiter künftig untereinander auszutauschen. Von dpa

„Was spricht dagegen, die Mitarbeiter der Konzerne für bestimmte Projekte und einen begrenzten Zeitraum untereinander auszuleihen?“, sagte IG-Metall-Bezirksleiter Knut Giesler der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Er sieht in dem Modell eine Chance, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Zudem sollen Unternehmen nicht gleich zum Arbeitsplatzabbau greifen, wenn vorübergehend Aufträge fehlen. Der Gewerkschafter betonte, die einen Unternehmen suchten qualifiziertes Personal, andere hätten wegen kurzfristiger Auslastungsprobleme einen Überhang. „Deshalb schlagen wir vor, als Test einen regionalen Austausch von Mitarbeitern unter den 400 tarifgebundenen Unternehmen zu vereinbaren.“ Giesler kündigte Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband an. Der Austausch solle freiwillig und die Entfernung zum vorübergehenden Arbeitsplatz zumutbar sein.

Wie die Zeitung weiter berichtete, ist der Austausch bei Siemens in Mülheim, wo 4500 Beschäftigte Dampfturbinen und Generatoren entwickeln und bauen, längst Praxis. Siemens habe Vereinbarungen mit mehreren Unternehmen in der Region geschlossen.