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Tagung in Nürnberg gestartet
Energie- und Mobilitätswende stehen im Fokus der IG Metall

Nürnberg. Die IG Metall berät seit Sonntag in Nürnberg über ihr Arbeitsprogramm für die kommenden vier Jahre. Das beherrschende Thema ist die Beschäftigungssicherung in der Energie- und Mobilitätswende. Von dpa

483 Delegierte sollen bis zum kommenden Samstag fast 800 Anträge beraten und einen neuen Vorstand wählen. Der Erste Vorsitzende Jörg Hofmann und seine Stellvertreterin Christiane Benner treten am Dienstag mit einer unveränderten Mannschaft zur Wiederwahl an.

Nach Einschätzung von Gewerkschaftschef Hofmann stecken die Kernbranchen der IG Metall wie Fahrzeug- und Maschinenbau mitten in gewaltigen Umbrüchen, getrieben von der Digitalisierung und der Umstellung auf klimafreundlichere Antriebe. Ziel der Gewerkschaft sei es, möglichst viele Jobs in Deutschland zu halten und neue Arbeitsplätze dort anzusiedeln, wo alte wegfallen.

Die Arbeitgeber warnten die IG Metall davor, mit überbetrieblichen Qualifizierungsansprüchen zusätzliche Kosten zu verursachen. Die tariflichen Regelungen zum Thema stammten größtenteils aus dem Jahr 2015 und seien umfassend genug. Sie müssten nur konsequent genutzt werden, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der bayerischen Metall- und Elektro­industrie, Bertram Brossardt.