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Hypovereinsbank
Hypovereinsbank setzt mehr auf Firmenkunden

München. Der Chef der Hypovereinsbank, Michael Diederich, hat den Abbau von 1300 Stellen beim Münchner Institut verteidigt. Man müsse auf die sich verändernden Ansprüche der Kunden reagieren, sagte der HVB-Chef der „Süddeutschen Zeitung“. dpa

Heute würden über 90 Prozent aller Transaktionen online erledigt. Eine Kontoeröffnung habe früher 80 Minuten gedauert und 90 Seiten Papier bedeutet, nun gehe das in 15 Minuten mit nur einer digitalen Unterschrift. Angesichts dieser Veränderungen müsse man sich entsprechend aufstellen. „Sparen ist kein Selbstzweck“, sagte Diederich.

Die Hypovereinsbank (HVB) will bis 2030 über zehn Prozent ihrer insgesamt 12  200 Vollzeitstellen streichen. Die deutsche Tochter des italienischen Unicredit-Konzerns hat mit dem Betriebsrat eine Vereinbarung geschlossen, wonach Ende 2030 noch 10 918 Vollzeitstellen garantiert sein sollen. Der Jobabbau werde „ausschließlich sozial verträglich“ gestaltet, sagte Diederich, beispielsweise über natürliche Fluktuation oder Altersteilzeit.

Unicredit-Chef Jean Pierre Mustier hatte zuvor angekündigt, 8000 Stellen zu streichen, den Großteil in Italien, aber auch in Deutschland und Österreich. Insgesamt hat die Bank in vier Jahren 40 000 Stellen gestrichen von 125 000 auf 85 000. Wachsen soll das Geschäft vor allem bei Firmenkunden. Dort bestünden in Bereichen wie Digitalisierung oder Nachhaltigkeit große Chancen. Gerade deutsche Mittelständler bräuchten dafür in den kommenden Jahren „gewaltige Mengen an Kapital und viel Beratung“, so Diederich.