| 22:51 Uhr

Stadtrat
Hornbach tritt aus Forstrevier aus

Hornbach. Stadtrat beschließt weitere Untersuchung von zwei Brücken. Von Fritz Schäfer

Nach der Verpachtung des Gemeindewaldes im vergangenen Jahr hat der Hornbacher Stadtrat jetzt auch einstimmig beschlossen, das Forstrevier zu verlassen. Die Verbandsgemeinde-Verwaltung wurde beauftragt, den Austritt für die Stadt zu erklären. „Warum sollen wir weiter rund 600 Euro an die Landesforsten zahlen?“, fragte Bürgermeister Reiner Hohn in der Ratssitzung. Denn so viel müsse die Stadt trotz der Übertragung der Aufgaben im Stadtwald an die Firma Schmitz aus der Eifel weiter ans Land zahlen.

Über die Rechtmäßigkeit von Zahlungen für den Forst ans Land gebe es einen Rechtstreit der Gemeinde Großsteinhausen vor dem Oberverwaltungsgericht, informierte Hohn. Der Bürgermeister teilte mit, dass die Firma Schmitz bereit sei die 600 Euro zu übernehmen, bis der Rechtstreit entschieden ist. Bei der Beratung erwähnte Hohn, dass die Stadt in den letzten zehn Jahren vor der Verpachtung im Durchschnitt einen Verlust von rund 1000 Euro eingefahren habe. „Jetzt bekommen wir im Jahr 1800 Euro Pacht.“

Bei der Prüfung der Brücke beim Unterbeiwalderhof hat der TÜV geringfügige Schäden festgestellt, die die Stadt in Eigenregie instand setzen kann. Bei der Brücke an der Tuchbleiche wurden dagegen massive Schäden festgestellt. Für diese Brücke seien Sanierungsmaßnahmen notwendig, heißt es in der Sitzungsvorlage. „Die Verwaltung schlägt eine zweite Brückenprüfung vor“, sagte Hohn. Dabei soll eine Bauwerksaufnahme vor Ort vorgenommen, ein Bauwerksbuch erstellt, ein Instandsetzungsvorschlag mit Kostenschätzung, eine Kostenschätzung für Abriss und Neubau gemacht sowie eine Tragfähigkeitsuntersuchung durchgeführt werden.



„Die Tragfähigkeit sollte unbedingt ermittelt werden“, sagte der Beigeordnete Helmut Weiske (CDU). Danach könne die Stadt das weitere Vorgehen beraten“, fügte Josef Sommer (FDP) hinzu. Der Auftrag in Höhe von rund 7000 Euro wurde der Firma Kontruk Tief aus Leonberg übertragen.