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Regionalliga Südwest
Gegner nicht am Tabellenstand messen

Kapitän Christian Telch (vorne) kämpft um einen Stammplatz im Homburger Regionalliga-Team.
Kapitän Christian Telch (vorne) kämpft um einen Stammplatz im Homburger Regionalliga-Team. FOTO: Markus Hagen / Markus Hagen
Homburg. Eine vermeintlich einfache Aufgabe erwartet Regionalligist FC Homburg am Wochenende. Doch bei den Saarländern ist man gewarnt vor Schlusslicht SC Hessen Dreieich. Von Markus Hagen

Wenn der Tabellenzweite beim Schlusslicht antritt, sollte der Spielausgang eigentlich klar sein. Ganz so einfach dürfte es für den FC Homburg am Samstag (14 Uhr) beim SC Hessen Dreieich allerdings nicht werden.

Das sieht auch Homburgs Mannschaftskapitän Christian Telch so. „Auch wenn es eine wie eine Floskel klingt, ein Tabellenletzter ist immer gefährlich“, sagt der 30-Jährige und verweist auf die vielen knappen 0:1-Niederlagen des Aufsteigers hin. „Dreieich ist stärker, als es der Tabellenplatz vermuten lässt.“ Zumal der Gegner sich in den letzten Wochen gut verstärkt habe. Mit Dominic Rau, Kevin Pezzoni und auch Kai Hesse, der bis zuletzt noch beim FC Homburg spielte, hat Dreieichs Trainer Rudi Bommer erfahrene Spieler in seinen Kader geholt. „Wir müssen alles geben, um hier zu bestehen“, sagt Telch.

Ob er überhaupt von Beginn an dabei ist, ist offen. In der erfolgreichen Oberligasaison gehörte Christian Telch zu den Stammspielern. In der Regionalliga Südwest sitzt er zumeist erst einmal auf der Bank. „Das ist jetzt nicht so überraschend. Schließlich haben wir unseren Kader enorm verstärkt“, will Telch dennoch um die Rückkehr in die Startelf kämpfen. „In dieser Saison ist unser Kader viel ausgeglichener und stärker besetzt.“ Überhaupt gehe es nicht um Einzelpersonen, sondern um die Mannschaft. „Wichtig ist das Team als Gesamteinheit. Nur so kann man auf Dauer Erfolg haben.“ Und das Vertrauen des Trainers habe er, sagt Telch. Daher habe er auch in der letzten Woche seinen Vertrag beim FC Homburg vorzeitig um ein Jahr bis zum Juni 2020 verlängert.



Bis Juni 2021 hat Jürgen Luginger am Mittwoch beim FC Homburg unterschrieben. Bis dahin will er mit dem FC Homburg in die Dritte Liga aufgestiegen sein. Soweit schaut der 50-Jährige momentan aber nicht nach vorne. „Dreieich ist ein unangenehmer Gegner mit zahlreichen erfahrenen Spielern. Im Vorübergehen werden wir die Punkte mit Sicherheit nicht holen.“ Nach der 1:2-Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim II gelte es, wieder auf den Erfolgsweg zurückzukehren. 100 Prozent in allen Bereichen fordert Luginger von seinen Spielern.

Personell muss er auf die gesperrten Christopher Theisen und Torhüter David Salfeld verzichten. Für Salfeld steht Mark Redl im Tor. Nichs verraten wollte der Trainer, wer für Theisen ins offensive Mittelfeld nachrücken wird. „Ich habe mehrere Optionen.“ Zudem müsse er abwarten, ob Patrick Lienhard, der wegen musklären Problemen erst am Donnerstag wieder das Training aufgenommen hat, zur Verfügung steht. Lienhard gibt sich aber zuversichtlich, dass er in Dreieich dabei sein kann.

Daniel Di Gregorio, der wegen Rückenproblemen gegen Hoffenheim fehlte und auf dessen Sechser-Position Telch auflief, hat sich einsatzbereit gemeldet. „Er hat in dieser Woche wieder mittrainiert, ist aber noch nicht ganz fit nach seiner Pause“, berichtet Luginger. Telch ist aber flexibel. Sollte Lienhard doch nicht spielen können, könnte der 30-Jährige im Mittelfeld seinen Platz finden.