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Besondere Schwere der Schuld
Hohe Strafen nach Mord an 18-jähriger Maria aus Usedom

Stralsund. Für den grausamen Mord an der 18-jährigen Maria aus Zinnowitz hat das Landgericht Stralsund für den 19 Jahre alten Haupttäter die Unterbringung im Maßregelvollzug in einer Psychiatrie angeordnet. dpa

Zusätzlich wurde er zu einer zwölfjährigen Jugendhaftstrafe verurteilt. Dieses Strafmaß bedeutet nach Angaben des Gerichts automatisch die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Der andere Täter, ein 21 Jahre alter Mann, erhielt eine lebenslange Haftstrafe. Auch bei ihm stellte das Gericht am Freitag die besondere Schwere der Schuld fest. Eine vorzeitige Haftentlassung ist damit so gut wie ausgeschlossen.

Laut Gericht wollten die beiden Täter einen Menschen sterben sehen. Sie suchten sich dafür die im dritten Monat schwangere Maria aus, mit der sie befreundet waren. „Es gab nicht den geringsten Anlass dafür, Wut oder Rachegedanken zu hegen“, sagte die Richterin. Der Tod des Fötus wurde als Schwangerschaftsabbruch gewertet und floss in das Strafmaß mit ein. „Wieder gutzumachen ist der Tod Marias unter keinen Umständen“ betonte das Gericht. Maria wohnte alleine. Es sei einfacher gewesen, das Mordvorhaben umzusetzen als bei einem anderen jungen Mann in der Clique, der ebenfalls in ihrem Visier stand, hatte der 19-Jährige ausgesagt. Das Gericht stellte in seiner Begründung fest, dass die Täter gemeinsam den schon lange gehegten Mordplan gefasst hatten.