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Rathausstraße
Höcherbergstadt setzt auf Zukunft

 Bexbach. Bexbacher Bürgermeister Leis erläutert bei erster Teilfertigstellung der Rathausstraße die Zukunftspläne.

„Das ist, und da legen wir schon Wert darauf, keine Einweihungsfeier in dem Sinne. Wir wollen die Rathausstraße, wenn sie ganz fertig ist und es gewünscht ist, richtig feiern, keine Frage. Heuer geht es aber nur um einen sehr kurzen, wenn auch intensiven Straßenabschnitt und darum, dass wir jetzt die Maxstraße und die Kolpingstraße wieder so nutzen können, wie es geplant war!“ Mit diesen Worten beschrieb Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis am Montagnachmittag einen offiziellen Termin, bei dem ein erstes Stück der neu gestalteten Rathausstraße zwischen Rathaus und der Einfahrt zur Kolpingstraße freigegeben wurde.

Diese Freigabe sei innerhalb der kleinen Verkehrsinfrastruktur Bexbachs ein großer Schritt. Leis nutzte den Anlass auch dazu, noch einmal eine Übersicht über die Kosten des Umbaus der Bexbacher Innenstadt zu geben, angefangen mit der Güter-Ladestraße mit 1,6 Millionen Euro, über den Umbau der Bahnhofstraße mit ebenfalls rund 1,6 Millionen Euro bis zur Neugestaltung des Familienhilfezentrums für 2,3 Millionen Euro. „Jetzt stehen wir in der Rathausstraße, Gesamtkosten dicke, runde drei Millionen Euro.“ Noch stünden, nach Abschluss der Arbeiten an der Rathausstraße, derzeit avisiert für Mai 2019, die Arbeiten am Aloys-Nesseler-Platz und in der Grünen Lunge aus. Leis erinnerte daran, dass die Kosten zu zwei Dritteln durch Fördermittel von Land und Bund getragen würden. Unerwähnt lies der Bexbacher Verwaltungschef auch nicht, dass es in der Vergangenheit wetterbedingte Verzögerungen bei der Umgestaltung der Rathausstraße gegeben habe, diese schlügen gegenwärtig bei der Bauzeit mit einem Plus von sechs Monaten zu Buche. „Das ist so, daran können wir nichts ändern.“ Den Kritikern, die vor allem die hohen Kosten bemängelten und nach Alternativen fragten, entgegnete Thomas Leis am Montagnachmittag: „Die Alternative wäre gewesen nix zu machen. Und dann hätten wir weiterhin eine ‚verstresste‘ Rathausstraße, wir hätten weiterhin übermäßig viel Lkw-Verkehr. Und wir hätten nicht die seniorengerechte und behinderfreundliche Innenstadt, so wie wir uns das vorstellen. Das sind alles Dinge, die man nicht vergessen darf.“ So sei es eine mutige Entscheidung gewesen, als Bexbach den Verkehrfluss in der Innenstadt auf ein System von Einbahnstraße umgestellt hatte.

Hier machte Leis der Bevölkerung ein Kompliment, diese hätte nicht „überbordend gemault. Man hat es verstanden“.



Eine weitere mutige Entscheidung sei die des Bexbacher Stadtrates gewesen, den Umbau der Stadt überhaupt anzugehen. „Das ist eine wirklich tolle Sache.“ Leis machte aber auch deutlich, dass die Stadt für eine positive Entwicklung nur die Rahmenbedingungen schaffen könne. „Das tun wir hier. Mit Leben füllen müssen das Ganze nun die Bürgerschaft, das Gewerbe. Denn sonst wäre das Ganze umsonst. So ist unsere Hoffung, dass wir hier nach Abschluss der Arbeiten Leben rein bekommen. Und dann wird auch das Gewerbe davon profitieren.“ Abschließend und bevor er selbst mit seinem Auto symbolisch das erste Teilstück der neuen Rathausstraße einweihte, bedankte sich Bürgermeister Thomas Leis bei den Beteiligten.

Und auch hier fokussuierte der Verwaltungschef auf das ansässige Gewerbe an der Rathausstraße. Dies habe unter der Baumaßnahme am meisten zu leiden, „wir wissen, dass das Entbehrungen sind, das haben wir beim Umbau der Bahnhofstraße gemerkt, gesehen, gespürt. Aber irgendwie hat man sich durchgebissen und am Schluss ist man jetzt, so glaube ich, dort ganz froh – man wartet aber natürlich darauf, dass die Baumaßnahme komplettiert wird. Und wenn es komplettiert ist, dann wird das eine Attraktivierung werden. Und ich bitte hier um Geduld!“

Ziel sei eine neue, moderne Innenstadt, behindertengerecht ausgebaut vor dem Hintergrund eines attraktiven, konfliktfreien Bewegungsraumes für Fußgänger, Radfahrer und den Autoverkehr.

(thw)