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Historischer Verein Zweibrücken
Als der deutsche Kaiser in Metz und Straßburg baute

Stilvolle Wohngebäude in der Avenue Foch in Metz.
Stilvolle Wohngebäude in der Avenue Foch in Metz. FOTO: Heinz Weinkauf
Zweibrücken. Historischer Verein blickt mit Architektur-Vortrag über die Grenze nach Elsass-Lothringen zur Kaiserzeit – von 1870 bis zum Ersten Weltkrieg.

(red) Ebenso spannend wie aufschlussreich dürfte der nächste Vortragsabend des Historischen Vereins Zweibrücken am Míttwoch, 12. September, 19 Uhr, werden, wenn Roswitha Chéret unter dem Titel „Als der deutsche Kaiser in Metz baute…“ über deutsche Architektur in Elsass-Lothringen zur Kaiserzeit, das heißt von 1870 bis zum Ersten Weltkrieg, berichtet.

Nachdem Lothringen und das Elsass im Krieg von 1870/71 an Deutschland gefallen waren, entwickelte sich dort eine erstaunliche Bauaktivität, die ihren Höhepunkt in gänzlich neuen Stadtvierteln von Metz und Straßburg fand. Diese sind bemerkenswert gut erhalten und wurden in jüngster Zeit sogar für das Unesco-Weltkulturerbe vorgeschlagen.

Die Gastreferentin Roswitha Chéret, Zweibrücker Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, wird das öffentliche Bauwesen, aber auch den privaten Wohnungsbau vor allem an Beispielen aus Metz, Straßburg, Hagenau und Froeschviller vorstellen. Dies wird eingebettet sein in historische Betrachtungen. Schließlich fühlte sich die dortige Bevölkerung mehrheitlich Frankreich verbunden und stand der neuen Herrschaft eher skeptisch gegenüber. Die intensive Bautätigkeit, vor allem Kaiser Wilhelms II., kann auch als eine Art Werbung um das „Reichsland“ betrachtet werden, wie das Elsass und große Teile Lothringens nunmehr genannt wurden.



Zu dem Vortragsabend im Kapellenraum der Karlskirche sind wie stets beim Historischen Verein Nichtmitglieder freundlich willkommen.