| 21:41 Uhr

Hitler-Glocke in Herxheim
Herxheimer Bürgermeister ist stolz auf die Hitler-Glocke

Herxheim . (dpa) Nach relativierenden Aussagen über Adolf Hitler und das NS-Regime droht dem Bürgermeister der pfälzischen Gemeinde Herx­heim der Parteiausschluss. Ronald Becker von den Freien Wählern hatte in einem Bericht des ARD-Magazins „Kontraste“ über eine Glocke von 1934 mit Hakenkreuz-Em­blem im örtlichen Kirchturm (wir berichteten) gesagt, man sei stolz, eine Glocke mit dieser Inschrift („Alles fuer’s Vaterland – Adolf Hitler“) zu haben, es sei die einzige in Rheinland-Pfalz. Er fügte hinzu, mit Hitlers Namen würden „immer gleich die Judenverfolgung und die Kriegszeiten“ verbunden. „Wenn man über solche Sachen berichtet, soll man umfangreich berichten“, verlangte Becker. „Dass man sagt, das waren die Gräueltaten und das waren auch Sachen, die er in die Wege geleitet hat und die wir heute noch benutzen.“

(dpa) Nach relativierenden Aussagen über Adolf Hitler und das NS-Regime droht dem Bürgermeister der pfälzischen Gemeinde Herx­heim der Parteiausschluss. Ronald Becker von den Freien Wählern hatte in einem Bericht des ARD-Magazins „Kontraste“ über eine Glocke von 1934 mit Hakenkreuz-Em­blem im örtlichen Kirchturm (wir berichteten) gesagt, man sei stolz, eine Glocke mit dieser Inschrift („Alles fuer’s Vaterland – Adolf Hitler“) zu haben, es sei die einzige in Rheinland-Pfalz. Er fügte hinzu, mit Hitlers Namen würden „immer gleich die Judenverfolgung und die Kriegszeiten“ verbunden. „Wenn man über solche Sachen berichtet, soll man umfangreich berichten“, verlangte Becker. „Dass man sagt, das waren die Gräueltaten und das waren auch Sachen, die er in die Wege geleitet hat und die wir heute noch benutzen.“

Der Vizevorsitzende der Freien Wähler in Rheinland-Pfalz, Manfred Petry, sagte, im Landesvorstand sei man entsetzt über die Aussagen. Diese Verklärung von Verbrechen des Naziregimes sei „hanebüchen“. „Es ist natürlich unabdingbar, dass wir innerhalb der Parteigremien über Disziplinarmaßnahmen beraten werden – bis hin zum Parteiausschluss“, so Petry auf Anfrage. Bürgermeister Becker war am Wochenende nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.