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Neues aus der Hauptstadt
Heiko Maas radelt durch New York

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Horst Seehofer ist frustriert. Nicht nur wegen der Flüchtlingspolitik, sondern auch weil der Innenminister Probleme mit seinem Computer hat. Kürzlich merkte er an, er wünsche sich endlich mal eine Lösung, wie man im Ministerium ins Internet komme, ohne die „drei, vier Sicherheitsschritte“ auswendig zu können. Von Hagen Strauss

Es gebe zwar einen Zettel mit den Codes, aber den dürfe er nicht mit sich führen. Im Urlaub habe er die Schwierigkeiten auch gehabt. Kruzifix, Seehofers ganz persönliche Mutter aller Probleme.

Heiko Maas muss kürzer treten. Seit der Saarländer Außenminister ist, bleibt dem einstigen Triathleten kaum Zeit für Sport. „Aber Joggen kann ich auch bei Auslandsterminen“, meinte der SPD-Mann jetzt. Zur UN-Vollversammlung Mitte September in New York werde er sein Rennrad mitnehmen. Im Central Park gebe es eine Radstrecke, wo er ein paar Runden drehen könne. „Mal sehen, ob ich den einen oder anderen Kollegen mitschleppen kann“, so Maas. Vermutlich müssen doch nur die armen Bodyguards ran.



Robert Habeck hat es getan – der Grünen-Chef hat seinen Job als Umweltminister in Schleswig-Holstein Ende letzten Monats aufgegeben und ist politisch ganz in Berlin angekommen. Aber nicht nur das. Der Grüne gilt inzwischen als Sonnyboy der Politik, immer mit Drei-Tage-Bart und in lässigen Klamotten unterwegs. Ein Magazin meinte jetzt, sein Stil sei gewollt gepflegt-ungepflegt. Habecks Reaktion darauf: „Ich brauche nur 25 Minuten vorm Kleiderschrank!“ Ist das jetzt lang oder kurz für einen (grünen) Mann?

Andrea Nahles, SPD-Chefin, hat es auch nicht leicht. In den Umfragen bewegt sich nichts nach oben. Auch in Bayern nicht, also versuchte Nahles dort jetzt eine Veranstaltung zu „rocken“. Bei ihrem Auftritt rief sie, es gebe nichts Schöneres, als einem vollen Festzelt zuzurufen: „Prost!“ Sie sei aber auch gekommen, „um Tacheles zu reden. Das kann ich gut, besser als singen.“ Oh, ja. Nicht noch mal das Pippi-Langstrumpf-Lied wie einst im Bundestag.