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Kommentar
Gutes im Schlechten

FOTO: Robby Lorenz / SZ

Diese Meldung wird der Armutsdebatte  sicher neue Nahrung geben: Immer mehr Kinder sind auf Hartz IV angewiesen. Aber das ist nicht nur eine schlechte Nachricht. Immerhin müssen heute deutlich weniger einheimische Kinder von Stütze leben als noch vor fünf Jahren. Die Zahl verringerte sich um 144 000 auf knapp 1,47 Millionen. Das sind zweifellos immer noch viel zu viele. Aber die wachsende Zahl der Beschäftigten zeigt positive Wirkung.  Die Zahl der Flüchtlingskinder, die Hartz IV beziehen, ist allerdings explodiert. Doch auch dahinter steckt eine positive Nachricht: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wird der Aktenbergen zunehmend Herr. Im Jahr 2015 kamen rund ein Millionen Flüchtlinge nach Deutschland. Während ihres Asylverfahrens erhalten sie Leistungen, die deutlich niedriger sind als Hartz IV. Erst nach ihrer Anerkennung als Schutzsuchende werden sie wie deutsche Langzeitarbeitslose behandelt. Dazu gehören auch entsprechende Vermittlungsanstrengungen durch die Jobcenter. Genau darauf kommt es nun an.