| 20:01 Uhr

Reisemangel
Geld zurück bei defekten Sportanlagen

 Touristen können den Reisepreis mindern, wenn der Hotelpool am Urlaubsort zum Beispiel wegen Personalmangels gesperrt wurde.
Touristen können den Reisepreis mindern, wenn der Hotelpool am Urlaubsort zum Beispiel wegen Personalmangels gesperrt wurde. FOTO: dpa-tmn / Andrea Warnecke
Düsseldorf. Werden Tennisplätze oder Pools gesperrt, ist das ärgerlich und unter Umständen auch ein echter Reisemangel. Von dpa

(dpa) Einige Reiseveranstalter werben mit besonderen Sport- und Freizeitangeboten. Stehen diese vor Ort nicht zur Verfügung, ist das ärgerlich. In einigen Fällen können Verbraucher einen Teil des Reisepreises zurückverlangen, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn defekte Sport- und Freizeitanlagen können als Reisemangel gelten.

Entscheidend ist, ob die Umstände, die zur Schließung der Anlagen geführt haben, vermeidbar waren, erklären die Verbraucherschützer. Nur dann können Urlauber einen Reisemangel geltend machen.

Ein unvermeidbarer Umstand ist etwa Schneemangel in einem Skigebiet. Auch wenn Tennisplätze wegen eines Unwetters gesperrt werden müssen, kann der Reiseveranstalter das nicht beeinflussen. Etwas anderes gilt allerdings, wenn die Anlagen nicht richtig gewartet wurden. Auch wenn ein Angebot wegen Personalmangels nicht zur Verfügung steht, kann das ein Reisemangel sein.



Wer einen solchen geltend machen will, sollte Beweise sammeln. Neben Fotos und Videos können auch Zeugen helfen, die Situation zu beschreiben. Außerdem muss der Reiseveranstalter oder -vermittler informiert werden. Nicht zuständig für Mängelanzeigen sind die Hotels – es sei denn, das ist ausdrücklich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen so festgelegt. Die Mängelanzeige beim Veranstalter sollte in Anwesenheit von Zeugen geschehen, raten die Verbraucherschützer. Kann der Mangel während der Reise nicht behoben werden, können Urlauber nach der Rückkehr den Reisepreis mindern.