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Der eigenen Töchter
Gericht wirft dem Emir von Dubai Entführung vor

 Der Emir von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum   Foto: Jebreili/AP/dpa
Der Emir von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum Foto: Jebreili/AP/dpa FOTO: dpa / Kamran Jebreili
London/Dubai. Ein britisches Gericht hat den Emir von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum (70), für die Entführung zweier seiner Töchter und die Einschüchterung einer seiner Ehefrauen verantwortlich gemacht. dpa

Das geht aus mehreren Gerichtsurteilen des High Courts in London hervor. Sie bestätigen Vorwürfe von Prinzessin Haja Bint al-Hussein (45), einer der Ehefrauen des Scheichs. Demnach soll er veranlasst haben, zwei seiner Töchter, Scheicha Schamsa und Scheicha Latifa, nach Fluchtversuchen entführen zu lassen. In einem Fall stellte das Gericht sogar Folter fest. Die Beiden sollen noch immer gefangengehalten werden.

Der Emir hatte bis zuletzt versucht, die Veröffentlichung der Urteile zu verhindern. Sie stammen aus einem Rechtsstreit mit Prinzessin Haja, die vergangenes Frühjahr mit ihren beiden Kindern nach London geflohen war. Im Kern ging es um einen Sorgerechtsstreit. Hajas Darstellung nach wurde sie immer stärker vom Emir bedroht, weil sie Sorge über die Behandlung der beiden Töchter geäußert hatte. Zudem hatte sie eine Beziehung mit ihrem britischen Bodyguard begonnen.