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München/Brüssel
Geplante Fusion der Zughersteller bleibt umstritten

München/Brüssel. Im Ringen um die geplante Fusion der Siemens-Zugsparte mit dem französischen Hersteller Alstom wollen die Konzerne der EU-Kommission nicht noch weiter entgegen kommen. Die Kommission sieht das Vorhaben äußerst kritisch.

Man werde nun abwarten, wie Brüssel entscheidet, hieß es  gestern aus Kreisen des Münchner Technologiekonzerns. In den vergangenen Tagen hätten die Verantwortlichen noch einmal mit weiteren Angeboten nachgelegt. Die Behörde fürchtet um den Wettbewerb innerhalb der EU, wenn die Hersteller der Hochgeschwindigkeitszüge TGV und ICE zusammengehen. Dies betreffe sowohl Züge als auch Signaltechnik. Sie verlangt deshalb, dass die Wettbewerber Teile dieser Geschäftsbereiche an Konkurrenten abtreten. Aus Sicht der Konzerne sowie ihrer Regierungen ist die Fusion ein Schritt, um einer wachsenden Zug-Konkurrenz aus China etwas entgegenzusetzen. Die Kommission forderte auch den Zugriff der Konkurrenz auf neuere Zugplattformen für zehn Jahre. In dieser Zeit hätte Siemens/Alstom diese Technik nicht selbst nutzen dürfen.