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Zweibrücken
FWG strebt vier Sitze im Rat an

 Kurt  Dettweiler ist erneut der Erste auf der FWG-Liste.   Foto: pma
Kurt  Dettweiler ist erneut der Erste auf der FWG-Liste. Foto: pma FOTO: C.Weigel
Zweibrücken. Zweibrückens Freie Wähler stellen Liste für die Stadtratswahl auf. Listenführer bleibt Kurt Dettweiler.

(sf) „Ich bin überzeugt, dass die Freien Wähler noch nie ein so gute Liste hatten, wie dieses Mal“, bewertete der Fraktionsvorsitzende der FWG im Zweibrücker Stadtrat, Kurt Dettweiler, die Kandidatinnen und Kandidaten für die Stadtratswahl. Dettweiler vertritt immerhin schon 25 Jahre die Wähler-Gruppe im Stadtparlament. Und auch in diesem Jahr führt er die Liste an.

„Wenn alle dabei bleiben und mitziehen, dann bin ich sicher, dass wir zehn Prozent plus x erreichen“, war Dettweiler bei der Listenaufstellung zuversichtlich. Damit wäre die FWG nach der Wahl mit vier Personen im Stadtrat. Derzeit sind es drei. Nach Angaben des FWG-Vorsitzenden Werner Sebald sei die Liste jünger und neben 25 Männern stellten sich 15 Frauen zur Wahl. „Wir konnten die Frauen aber nichtrichtig überzeugen, sich weiter vorne zu platzieren“, bedauerte Sebald. Lediglich die langjährige Stadträtin Annegret Kirchner steht auf dem zweiten Platz.

„Wir haben neben Kandidaten aus der Stadt auch Kandidaten aus den Stadtteilen Mittelbach (acht), Wattweiler (fünf) und Rimschweiler (drei)“, betonte Sebald. Mit den Ortsvorstehern aus Mittelbach – Dettweiler auf Platz eins – und Wattweiler – Thomas Körner auf Platz drei – sowie Michael Reinwald aus Rimschweiler wurden Leute aus den Stadtteilen auch gut platziert. Ebenso der frühere Pächter des Campingplatzes, Patrick Lang auf Platz vier, und der Stadtrat Gerhard Hemmer auf Platz sechs. Denen folgten Günther Gaudeck und Werner Sebald sowie die beiden jungen Kandidaten Aaron Holaus und Jan Laborenz.



Nicht nur die Vorstandsriege beurteilte die Liste, auf der auch Nichtmitglieder stehen, sehr gut. Auch die Versammlung schloss sich der Auffassung an. Es gab keine Gegenstimme gegen einen der Kandidatinnen oder Kandidaten. Lediglich bei drei Personen gab es eine Enthaltung.

„Wir wollen die Grünachse aufpolieren, das Freibad wieder Erwärmen, den Minigolfplatz und den Bootsverleih dauerhaft öffnen“, nannte Sebald einen Schwerpunkt für die Kommunalwahl. Auf der anderen Seite sprach sich der FWG-Vorsitzende wie schon die Stadtratsfraktion gegen den Bau des Bahnhaltepunkts Rosengarten aus (wir berichteten). Die Argumente Bundeswehr, Schüler oder Rosengarten für den Haltepunkt seien „an den Haaren herbeigezogen“, betonte Sebald. Das kose viel Geld. Da man nicht wisse, welche Kosten noch im Umfeld anfallen, sei die Höhe noch nicht abzuschätzen.

Wichtig für die Stadt sei der S-Bahn-Anschluss. Dafür werde sich die FWG einsetzen. „Und wenn man was für die Umwelt tun möchte, soll man in der Stadt Elektrobusse einsetzen.“ Sebald kündigte an, dass sich die FWG am Fastnachtsumzug beteiligen werde. Im Mai werde man die Bürger an den Samstag mit Infoständen in der Fußgängerzone über das Wahlprogramm informieren.

Damit wollen wir in Zweibrücken „etwas bewirken“, sagte Dettweiler. Kritisch begleiten und mitgestalten sei das Credo der FWG. Er äußerte die Hoffnung, dass die Zweibrücker wählen gehen und sich nicht „durch den Zirkus im Moment“ abhalten lassen. „Über andere Parteien möchte ich nicht weiter reden.“