| 23:21 Uhr

Dortmund
Fußball-Profi Ginter weint im Prozess um BVB-Attentat

 Fußball-Profi   Matthias Ginter,   der bis 2017 beim BVB   spielte, reagierte vor Gericht sehr emotional.
Fußball-Profi Matthias Ginter, der bis 2017 beim BVB spielte, reagierte vor Gericht sehr emotional. FOTO: dpa / Ina Fassbender
Dortmund. Auf dem Fußballplatz ist Matthias Ginter als kompromissloser Abwehrspieler bekannt. Als Zeuge vor dem Dortmunder Landgericht zeigte sich der 24 Jahre alte Profi gestern von seiner emotionalen Seite. Ginter sollte den Richtern die schrecklichen Momente des Bombenanschlags auf die Mannschaft von Borussia Dortmund vom 11. April 2017 schildern. Bei seiner Aussage brach der Fußballer mehrmals in Tränen aus. „Es gab einen lauten Knall. Da war Nebel und ein komischer Geruch“, erinnerte sich Ginter. Noch unmittelbar vor der Abfahrt des Mannschaftsbusses zum Champions-League-Heimspiel gegen AS Monaco habe er sich mit seinem damaligen Verteidiger-Kollegen Marc Bartra unterhalten. Nun musste er mit ansehen und anhören, wie Bartra im Bus vor Schmerzen schrie und sich den heftig blutenden Arm hielt. Der 24-Jährige, der inzwischen bei Borussia Mönchengladbach spielt, betonte, in den Wochen nach der Attacke mit dem Gedanken gespielt zu haben, seine Karriere komplett zu beenden. Er habe sich nicht mehr sicher gefühlt.

Auf dem Fußballplatz ist Matthias Ginter als kompromissloser Abwehrspieler bekannt. Als Zeuge vor dem Dortmunder Landgericht zeigte sich der 24 Jahre alte Profi gestern von seiner emotionalen Seite. Ginter sollte den Richtern die Momente des Bombenanschlags auf die Mannschaft von Borussia Dortmund vom 11. April 2017 schildern. Bei seiner Aussage brach der Fußballer mehrmals in Tränen aus. „Es gab einen lauten Knall. Da war Nebel und ein komischer Geruch“, erinnerte sich Ginter. Noch unmittelbar vor der Abfahrt des Mannschaftsbusses zum Champions-League-Heimspiel gegen AS Monaco habe er sich mit seinem damaligen Verteidiger-Kollegen Marc Bartra unterhalten. Nun musste er mit ansehen und anhören, wie Bartra im Bus vor Schmerzen schrie und sich den heftig blutenden Arm hielt. Der 24-Jährige, der inzwischen bei Borussia Mönchengladbach spielt, betonte, in den Wochen nach der Attacke mit dem Gedanken gespielt zu haben, seine Karriere komplett zu beenden.

Der Angeklagte Sergej W. verfolgte die Aussage regungslos. Er soll die Bomben am Mannschaftshotel gezündet haben. Laut Geständnis wollte er mit einer Wette auf einen fallenden Kurs der BVB-Aktie reich werden.